Torwart-Hammer in der Westliga

Sandro Eichhübl wird neue Nummer eins in Dornbirn, Raphael Morscher muss gehen.
Dornbirn Mit diesem Transfer hat in Vorarlbergs Fußballszene niemand gerechnet: Sandro Eichhübl wird ab der Saison 2026/27 neuer Tormann beim FC Dornbirn und übernimmt damit die Rolle als Nummer eins bei den Rothosen, während Raphael Morscher den Klub nach dreieinhalb Jahren verlässt. Der 27-Jährige wechselt nach einem Jahrzehnt als Stammtorhüter beim SV Lochau in die Regionalliga und erfüllt sich damit einen langgehegten Wunsch. “Ich will unbedingt einmal in der Regionalliga spielen”, sagt Eichhübl über seinen nächsten Karriereschritt.

Für den FC Dornbirn ist die Verpflichtung des erfahrenen Schlussmanns ein klares Signal. Trainer Heinz Fuchsbichler zeigt sich überzeugt von seinem Neuzugang und spart nicht mit Lob: “Fußballerisch hat er als Tormann technisch gute Fähigkeiten, ist mit dem Fuß stark und menschlich top.”

In den vergangenen zehn Jahren stand Eichhübl nahezu durchgehend im Tor der Leiblachtaler und absolvierte mehr als 250 Meisterschaftsspiele für seinen Stammklub. In der laufenden Saison kassierte er lediglich 19 Gegentore – der drittbeste Wert der Eliteliga. Seine fußballerische Ausbildung genoss er in der Akademie Vorarlberg, wo er bereits früh auf sich aufmerksam machte und mit der U15-Mannschaft den Meistertitel in der ÖFB-Nachwuchsmeisterschaft holte.

Dass die Entscheidung in Dornbirn dennoch für Gesprächsstoff sorgt, liegt auch an der Personalie Raphael Morscher. Der bisherige Stammkeeper war über dreieinhalb Jahre hinweg eine verlässliche Größe und brachte es in dieser Zeit auf 27 Einsätze in der 2. Liga für die Rothosen. Entsprechend enttäuscht reagiert der Schlussmann auf die Entwicklung: “Ich hätte schon erwartet, dass man mit mir vor der Verpflichtung mit Sandro redet.”
Für Morscher (27) soll es sportlich nun in eine andere Richtung gehen. Der Tormann wird sich nach einer neuen Herausforderung umsehen – mit dem Ziel, im Profibereich Fuß zu fassen. Währenddessen setzt der FC Dornbirn mit Eichhübl auf frischen Wind im Tor – und sorgt damit Monate vor Saisonstart für eine der spannendsten Personalentscheidungen im Ländle-Amateurfußball. VN-TK