Greils Zaubertor lässt Stadion erbeben

Altach feiert dank Direktabnahme des Goalgetters 1:0-Heimsieg über den GAK und übernimmt die Tabellenführung in der Qualigruppe.
Altach Jetzt ist es endlich passiert! Der SCR Altach feierte den ersten vollen Erfolg über den GAK nach dessen Wiederaufstieg im Jahre 2024. Einmal mehr Sieg-Torschütze war Patrick Greil. Mit seinem zehnten Bundesligatreffer in der laufenden Saison bescherte er den Rheindörflern einen wichtigen Heimsieg gegen “Rotjacken” aus Graz, die sehr viel investierten und Altach alles abverlangten. So war der 1:0-Sieg hart erkämpft. Bei nun 21 Punkten liegen die Altacher auf Rang eins der Qualifikationsrunde, acht Punkte vor Schlusslicht BW Linz. Altach indes unterstrich zudem einmal mehr die neue Heimstärke und bleibt 2026 zu Hause ungeschlagen.
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Mit drei Siegen in Folge angereist, war es der GAK, der dem Spiel in Halbzeit eins den Stempel aufdrückte. Trainer Ferdinand Feldhofer hatte sich im Sturm neben Ramiz Harakate für den beweglicheren Mark Grosse und gegen den groß gewachsenen Alexander Hofleitner entschieden. Bei Altach ersetzte im Sturmzentrum Srdjan Hrstic wie erwartet den rotgesperrten Ousmane Diawara. Doch es war die Beweglichkeit im GAK-Spiel, die vielen Positionswechsel und das schnelle Spiel in die Tiefe, das Altach vor allem im Mittelfeld vor Probleme stellte.

Und so gab es schon in der Startphase einige brenzlige Situationen zu überstehen, ehe man selbst erstmals gefährlich werden konnte. Harakate sorgte für einen ersten Höhepunkt, als er zu einem Sololauf ansetzte und mit seinem Schuss SCRA-Schlussmann Dejan Stojanovic erstmals prüfte (10.). Zuvor hatte schon GAK-Abwehrmann Donovan Pines für einen Aufreger gesorgt, als er bei einem Kopfstoß gegen Filip Milojevic ungeschoren davonkam (6.). Da zeigte sich SR Emil Ristoskov sehr kulant, im Gegensatz dazu zeigte er Mike Bähre kurz vor der Pause gleich mal Gelb (43.). Da kamen gleich Erinnerungen an Altachs 0:3-Niederlage vom Dezember 2025 in Ried, als Ristoskov gleich sieben Gelbe und einmal Gelb-Rot gegen Altach zeigte.

Admiral 2. Liga
Qualifikationsrunde
26. Spieltag
SCR Altach – Grazer AK 1902 1:0 (0:0)
Altach, Stadion Schnabelholz, 4760 Zuschauer, SR Emil Ristoskov (K)
Tor: 77. 1:0 Greil
Gelbe Karte: 43. Bähre (Altach/Foulspiel)
SCR Altach (3–4-3) Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Sandro Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouédraogo – Massombo (90. Lukas Gugganig), Hrstic (46. Mustapha), Greil (87. Yalcin)
Grazer AK 1902 (3–5-2) Stolz – Owusu, Pines, Vraa-Jensen (84. Koch) – Italiano, Schriebl (84. Kreuzriegler), Olesen, Lichtenberger (68. Satin), Klassen – Harakate, Grosse (56. Hofleitner)

Altachs Offensivbemühungen vor der Pause blieben meist stecken. Zu ungenau waren die Bälle, zu ungenügend war das Spiel ohne Ball. Nur zweimal gab es einen Abschluss: Nach 14 Minuten war es Hrstic, der einen langen Ball nicht ganz gut verarbeitete und dann mit seinem Drehschuss das Tor knapp verfehlte. Gut vier Minuten danach war auch das Visier bei Yann Masombo nicht besser eingestellt. Somit ging es ohne Treffer in die Pause.

Früher Wechsel
Und so reagierte Cheftrainer Ognjen Zaric bereits zur Halbzeit auf die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. Hrstic blieb in der Kabine und Marlon Mustapha rückte ins Angriffszentrum. Kaum angepfiffen, stand der 24-Jährige schon ein erstes Mal im Mittelpunkt. Nach einem schönen Flankenball von Patrick Greil blieb sein Versuch, mit dem langen Fuß zu reüssieren, unbelohnt. Der Angriff (47.) zeigte jedoch das veränderte Bild im Altacher Auftritt. Zur Pause hatte es wohl die richtigen Worte gegeben. Nun ging man aggressiver zu Sache, auch in den Zweikämpfen wirkte man wacher. Daraus entsprang schnell eine Überlegenheit auf dem Feld.

Die großen Möglichkeiten blieben indes aus. Weil beide Mannschaften im Abwehrblock sehr konsequent verteidigten, weil beide Abwehrreihen kaum Raum anboten. Nach gut einer Stunde waren es schließlich die Gäste, die sich dem Tor mehr näherten. So musste sich Stojanovic bei einem Freistoß von Thorsten Schriebl, angetragen auf das kurze Kreueck, strecken (57.). Und auch bei einem Abschluss von Italiano, der vom eingewechselten Hofleitner ideal freisgespielt wurde, war der Altacher Goalie zur Stelle (61.). Von Altachs anfänglichem Schwung war zu diesem Zeitpunkt wenig übrig.

Das sollte sich in der Schlussphase markant ändern. Denn Altach stemmte sich nicht nur gegen die Angriffe der Gäste, sondern übernahm vielmehr erneut Initiative. Und so brachte ein herrlich vorgetragener Spielzug die Führung. Massombo und Ouédraogo spielten sich über links durch und Letzterer bediente den mitgelaufenen Greil ideal. In aller Ruhe übernahm der 29-Jährige das Leder direkt und ließ dabei GAK-Goalie Stolz keine Abwehrmöglichkeit (77.)