Sechs Tore im Derby: Meiningen verpasst Befreiungsschlag

Heimat / 13.04.2026 • 13:13 Uhr
Brederis holt Remis in Meiningen.
Brederis holt Remis in Meiningen. VN/TK

Meiningen und Brederis trennen sich nach turbulentem Derby 3:3.

Meiningen 400 Zuschauer sahen in Meiningen ein packendes Lokalderby mit sechs Treffern, aber keinem Sieger. Für Schlusslicht SK Meiningen ist das Remis im Abstiegskampf dennoch wohl zu wenig, während Brederis im Jubiläumsjahr weiter nach oben schielt.

SK Meiningen bleibt Letzter in der Landesliga.
SK Meiningen bleibt Letzter in der Landesliga. Thomas Knobel

Das 3:3 zwischen dem SK CHT Austria Meiningen und dem Metzler Werkzeuge SK Brederis war alles, was ein Derby braucht: Tempo, Emotionen und Tore im Minutentakt. Doch während sich die Zuschauer über beste Unterhaltung freuen durften, hilft das Ergebnis vor allem den Gastgebern nur bedingt weiter. Meiningen liegt weiterhin tief im Tabellenkeller und hat bereits neun Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Kampf war Trumpf im Lokalderby.
Kampf war Trumpf im Lokalderby.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Hausherren vielversprechend. Niklaas Christof brachte Meiningen früh in Führung, doch ein Eigentor von Noah Ganath ließ Brederis rasch zurück ins Spiel kommen. Marco Coric stellte noch vor der Pause auf 2:1, ehe Tamer Özcan kurz vor dem Seitenwechsel erneut ausglich. Auch nach der Pause blieb das Spiel offen, Coric traf zum zweiten Mal und brachte Meiningen wieder in Front.

Drei Tore waren für Meiningen zuwenig um einen Derbyerfolg einzufahren.
Drei Tore waren für Meiningen zu wenig, um einen Derbyerfolg einzufahren.

Doch Brederis bewies einmal mehr seine Auswärtsstärke. Die Gäste zählen auf fremden Plätzen zu den besten Teams der Liga, liegen in der Auswärtsstatistik auf Rang drei und bestätigten das auch in Meiningen. In der Schlussphase wurde der Druck belohnt: Simon Gebhart, der bereits zum 15. Mal in dieser Saison traf, verwandelte einen Elfmeter zum 3:3-Endstand.

Der Angreifer ist damit maßgeblich für den Erfolg seines Teams verantwortlich – fast jedes zweite Brederis-Tor geht auf sein Konto. Gleichzeitig liefert er sich ein spannendes Duell um die Torjägerkrone mit Necip Bekleyen aus Altenstadt, der ebenfalls bei 15 Treffern hält.

Für Brederis bleibt die Ausgangslage vielversprechend. Als Tabellenachter fehlen nur fünf Punkte auf einen Aufstiegsplatz – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr des Vereins. Ganz anders die Situation in Meiningen: Mit nur einem Sieg, einem Remis und bereits sieben Niederlagen stellt man die schwächste Heimmannschaft der Liga.

So bleibt am Ende ein Derby ohne Sieger – aber mit zwei völlig unterschiedlichen Gefühlslagen. Während Brederis weiter nach oben blickt, rinnt Meiningen langsam die Zeit im Abstiegskampf davon. VN-TK