Den Sieg bei Debüt um Hundertstel verpasst

Kiano Blum bekam für seinen Einstand im GT Masters viel Lob für eine tadellose Leistung.
Spielberg Gewonnen hat Kiano Blum am Wochenende auf dem Red Bull Ring zwar kein Rennen, aber viel Erfahrung. Dabei war ein Sensationserfolg in seinem Debüt im ADAC GT Masters im Rahmen des DTM-Auftakts vor 51.000 Zuschauern greifbar nahe.
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“Der vierte Platz in der Qualifikation war nicht ganz das optimale Ergebnis, aber er bot doch eine gute Ausgangsposition. Ich konnte mich nach dem Start schon auf Platz zwei schieben und nach ein paar Runden die Führung übernehmen”, erzählte Blum nach dem Einstundenrennen am Samstag.

Die Spitze hielt er im HRT-Mustang souverän bis zum Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel. Dass Teamkollege Niklas Kalus immer mehr unter Druck vom Schweizer Felix Hirsiger (Lamborghini) kam und den fast schon sicher geglaubten Sieg in der letzten Kurve durch einen Ausrutscher herschenkte, war Pech, was aber Blums starke Vorstellung nicht schmälerte. Aber 0,147 Sekunden Rückstand ärgern natürlich …

Am Sonntag war der Rheinländer Kalus in der Qualifikation dran und erreichte Platz sechs, konnte im Rennen bald auf Platz fünf vorstoßen. Nach 35 Minuten übernahm Ford-Junior Blum auf Position sechs, holte Rang fünf schnell zurück, doch mehr war nicht mehr möglich. Für seinen Einstand im DTM-Unterbau erhielt er allerdings Lob von vielen Seiten, auch von seinem “Coach” Manuel Reuter: “Das, was Kiano an diesem Wochenende ablieferte, war eine tadellose, fehlerfreie Leistung”, bestätigte der zweifache Le-Mans-Sieger. In der Gesamtwertung liegen Blum/Kalus nach Spielberg auf Platz zwei.


Glücklose Rückkehr von van der Linde
Die Ambitionen nach einem Jahr DTM-Pause waren groß beim Wahl-Bregenzer Kelvin van der Linde. Genauso groß war nach dem Auftaktwochenende in der Steiermark die Enttäuschung. Im Samstag-Rennen lag der gebürtige Johannesburger nach langem Kampf mit BMW-Teamkollegen Marco Wittmann auf Platz sechs, doch er musste in der drittletzten Runde den M4 GT3 Evo mit Defekt an der Ölpumpe abstellen: “Ich hatte keinen Antrieb mehr.” Das Pech beeinflusste den Rennausgang, denn es führte zum Ausrücken des Safety-Cars, womit die Reihenfolge Thomas Preining (Porsche) vor Luggi Auer (Mercedes) und damit der Doppelerfolg der Lokalmatadore fixiert war.

Im Sonntag-Rennen sah alles gut aus, nachdem Kelvin mit der Quali-Bestzeit die ersten drei Punkte geholt hatte. Doch nach dem spätesten der ersten Boxenstopps fiel er zurück und wurde im Finish nach dem zweiten Stopp mit abgefahrenen Reifen auf Platz sechs zurückgereicht. Mercedes-Pilot Maro Engel, ein Pechvogel am Samstag, holte taktisch und fahrerisch souverän seinen dritten DTM-Sieg (den ersten seit drei Jahren) und übernahm die Gesamtführung vor dem Tiroler Auer, der hinter Wittmann als Dritter erneut aufs Podest kam. Samstag-Sieger Preining musste dem Zusatzgewicht Tribut zollen und kam nur auf Rang 13. Vor Runde zwei in Zandvoort (23./24. Mai) ist der Linzer Porsche-Werkfahrer Vierter, van der Linde Zehnter. Gerhard Kuntschik
