Ein großes Haus voller Musik

Musikschule Bludenz präsentierte ihr breites Angebot musikalischer Aus- und Weiterbildung
Bludenz “Musik ist die gemeinsame Sprache aller Menschen dieser Erde”, sagte der Philosoph Khalil Gibran. Mit dem großen Besucherinteresse beim jüngsten Tag der offenen Tür an der Städtischen Musikschule Bludenz hätte der Dichter seine Freude gehabt. Die Bildungseinrichtung – mit Direktor Thomas Greiner an der Spitze – bietet ein breites Angebot musikalischer Aus- und Weiterbildung für alle Altersstufen an. Ob Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler, Jugendliche, Erwachsene, Pensionistinnen, Pensionisten oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen – alle werden in der Schule im Park willkommen geheißen. Unterrichtet werden Streich-, Zupf-, Tasten-, Holzblas- und Blechblasinstrumente, Schlagzeug und Percussion, Gesang, Elementares Musizieren, “MuSiTa” (Musizieren – Singen – Tanzen), inklusive Musizieren, Musikkunde/Musik 1 × 1, Tanz und Orchester/Ensembles.

Im Rückblick auf die Veranstaltung sagte Lehrerin Daniela Ossenbrink: “Ich unterrichte seit dem Jahr 2010 an der Musikschule Bludenz Elementares Musizieren, Gitarre und die Schulkooperationen. Die Tage der offenen Tür habe ich immer sehr abwechslungsreich erlebt und sie waren auch immer sehr gut besucht; wobei ich diesmal keinen so guten Überblick hatte, denn ich war viel im Saal beschäftigt mit dem Auftritt der Kooperationsklasse der Volksschule Obdorf.” Die Kinder hätten den Eltern und Besuchern ein Repertoire vorgesungen und vorgespielt. Wie Daniela Ossenbrink weiter ausführte, seien die Kinder immer noch begeisterungsfähig wie vor 15 Jahren. Geändert habe sich die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder. Wie und wie lange sie am Instrument üben. Es gebe vieles, das ablenke. Die Musik habe ihren Platz, aber das Niveau sei schon ein bisschen zurückgegangen. Von den Kindern erwarte sie, dass sie selbst die Motivation haben, zu lernen, spielen zu wollen. Sonst sei es ausreichend, “dass sie gerne kommen, eine Freude haben und sich trauen, sich zu entfalten und ihr Potenzial zu stärken”.

“Bruder Jakob”
Gertrud Kaufmann-Greiner, die das achte Jahr Harfe unterrichtet, sagte, die Veranstaltung sei für sie “ganz angenehm und recht ruhig” verlaufen. Einige Interessierte oder Kinder seien in Begleitung ihrer Eltern zu ihr gekommen. An der Harfe habe sie mit den Kindern “Alle meine Entchen” oder “Bruder Jakob” gespielt.” Drei Schülerinnen von ihr hätten mit großer Freude den Besuchern verschiedene Stücke vorgespielt. Zum Harfenspielen, so Gertrud Kaufmann-Greiner, sei sie gekommen, als man am Konservatorium Harfenschüler gesucht habe. “Ich wollte die Zitherlehrerausbildung machen. Und dann hat mein damaliger Zitherlehrer gesagt, ich solle doch anfangen, Harfe zu spielen – was dieser dann übrigens auch selbst getan habe”, erzählte die Lehrerin.

Präsent war am Tag der offenen Tür auch die Stadtmusik Bludenz. Obmann Ralf Mahner sagte im Gespräch: “Wir teilen die Räumlichkeiten des Probelokals mit der Musikschule und sind am Tag der offenen Tür immer gerne dabei.” Die Stadtmusik übernehme alljährlich die Bewirtung. Die ‚MusikFabrik Bludenz-Bürs‘ habe sich musikalisch vorgestellt und sei zusammen mit der CooKi Band der Musikschule aufgetreten. Die Interessenten hätten erfahren, wie man in der MusikFabrik spielt, wie alt man sein muss, um aufgenommen zu werden und welche Instrumente erlernt werden könnten. “Die MusikFabrik steht unter der musikalischen Leitung von Bernhard Matt und hat derzeit ungefähr 25 Mitglieder. Wie die 65 Mitglieder zählende Stadtmusik hat die MusikFabrik einige Auftritte über das ganze Jahr verteilt”, informierte Ralf Mahner. SCO


















