Wenn Nachbarn Rivalen sind: Ländle-Derby bringt Klassiker ins Herrenried

Hohenems fordert Dornbirn – Prestige, Emotionen und bekannte Gesichter.
Hohenems Am Samstag (17 Uhr) steht in der Regionalliga das Ländle-Derby zwischen dem VfB Hohenems und dem FC Dornbirn an. Es ist das Duell zweier der besten Amateurmannschaften Vorarlbergs – eines, das seit Jahrzehnten von Rivalität, Nähe und besonderer Spannung lebt. Auch wenn der Tabellenfünfte Dornbirn zehn Punkte vor dem achten Hohenems liegt, verliert diese Konstellation im Derby an Bedeutung.
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Die jüngsten Duelle zeigen, wie eng es zwischen den beiden Teams zugeht: Drei Mal in Folge fiel die Entscheidung mit 1:0, zweimal mit dem besseren Ende für Hohenems, das Hinspiel ging an Dornbirn. Es sind Partien, in denen Kleinigkeiten entscheiden – und der Wille oft schwerer wiegt als die Tabelle.

Im Mittelpunkt steht auch diesmal das Duell der Torjäger. Dornbirns Tamas Herbaly hat bereits 21 Treffer erzielt, während Pierre Nagler bei zwölf Toren hält. Für den Hohenemser Regisseur ist es ein besonderes Spiel gegen seinen Ex-Klub. Entsprechend klar formuliert er seine Erwartungen: „Die Mannschaft, die mehr Siegeswille zeigt, wird auch als Sieger vom Platz gehen. Wir müssen diszipliniert verteidigen und vorne unsere Qualität auf den Platz bringen. Von der ersten bis zur letzten Minute müssen wir hundertprozentig da sein – sonst reicht das nicht.“ Nagler zeigt sich überzeugt: „Wenn wir das abrufen, was wir können, dann können wir dieses Spiel gewinnen.“ Auch über seine Zukunft lässt er keinen Zweifel aufkommen: „Ich fühle mich in Hohenems pudelwohl und werde auch nächste Saison hier spielen.“

Beim FC Dornbirn richtet sich der Blick parallel bereits nach vorne. Mit Jan Nussbaumer stößt ein 19-jähriger Linksfuß vom FC Rotenberg neu zum Team. „Ein junger Spieler mit viel Potenzial“, sagt Funktionär Robert Brzaj. Gleichzeitig kommt es zu personellen Veränderungen: Julian Wiessmeier und Linus Zoppel werden den Verein verlassen. “Julian war für den Klub und die Liga eine Bereicherung auf allen Linien. Schade, wir verlieren einen großartigen Sportler auf- und abseits vom Platz. Ein Vorbild für Groß und Klein”, so Brzaj. Zoppel (wird in Tirol spielen) wird im Sommer ein Medizin-Studium in Innsbruck beginnen, der Fußball rückt ins zweite Glied. Das Spiel wird im VOL.AT-Livestream übertragen, moderiert von Alexander Moosbrugger. VN-TK
