Pokalkracher im “Holz”: Lustenau fordert Dornbirn

Zwei Regionalligaclubs kämpfen in Lustenau um den Finaleinzug im Uniqa-VFV-Cup.
Lustenau Wenn am Mittwoch um 18.30 Uhr im Stadion an der Holzstraße der Anpfiff erfolgt, steht ein echter Pokalkracher auf dem Programm. Im Halbfinale des 50. Uniqa-VFV-Cups treffen mit dem FC Lustenau und dem FC Dornbirn zwei Regionalligisten aufeinander, die sich aus der Meisterschaft bestens kennen – und die beide ihre eigene Geschichte mit dem Bewerb schreiben wollen. Lustenau geht mit Rückenwind ins Duell: Im Herbst feierten die Blau-Weißen einen klaren 4:0-Erfolg, vor wenigen Tagen gab es nur ein 1:1-Remis.

Für FCL-Coach Philipp Hagspiel ist der Cup kein Neuland. Als Spieler stemmte er die Trophäe bereits zweimal, vor fünf Jahren holte er sie auch als Trainer mit Lustenau. Entsprechend selbstbewusst blickt er auf das Halbfinale und setzt auf die Unterstützung von den Rängen: “Der Heimvorteil und unsere Fans können den Unterschied machen”, so Hagspiel. Verzichten muss er allerdings auf Spielmacher Paulo Victor sowie die Szin-Brüder Bence und Tamas. Dafür kehren mit Hüseyin Zengin und Simon Grabherr zwei Offensivkräfte sowie Verteidiger Joshua Küng zurück in den Kader.

Dornbirn-Trainer Heinz Fuchsbichler steht vor einer persönlichen Premiere, weder als Spieler noch als Coach konnte er den VFV-Cup bislang gewinnen. Entsprechend groß ist die Motivation, zumal die Leistungen in der Liga zuletzt zu wünschen übrig ließen. “Meine Mannschaft strebt Wiedergutmachung an, weil es in der Meisterschaft zuletzt keine guten Vorstellungen gegeben hat. Wir müssen die Qualität auf den Platz bringen, um dem größten Saisonziel ein Stück näher zu kommen”, erklärte Fuchsbichler. Personell fehlen den Rothosen mit Slobodan Mihajlovic (Zerrung) und Andrin Netzer zwei Kaderspieler.

Als Rekordsieger steht der Klub vor seiner achten Finalteilnahme, während der FC Lustenau den Bewerb bislang viermal gewinnen konnte. Für zusätzliche Bewegung sorgt auch eine Personalie abseits des Platzes: Dornbirn-Tormann Raphael Morscher, der in dieser Saison kein Spiel bestreiten wird, hat bereits einen neuen Verein gefunden und wechselt zur Saison 2026/27 zum Eliteligaklub Feldkirch. Dort wird er Claudio Majer ersetzen, der den Verein aus beruflichen Gründen verlässt. Die Rivalität und die Bedeutung des Spiels versprechen Hochspannung vor großer Kulisse. VN-TK


