Lauterach, Dornbirn und Lustenau rüsten mit starken Neuzugängen auf

Regionalliga-Clubs holen Martinovic, Krnjic und Müller zurück ins Ländle.
Lauterach Das Transferrad bei den Vorarlberger Regionalligaklubs dreht sich heuer auffallend früh und mit hoher Geschwindigkeit, denn so rasch wie selten zuvor wollen die Vereine ihre Kaderplanungen abschließen und für klare Verhältnisse sorgen. Besonders aktiv zeigt sich dabei der FC Lauterach, der seine Einkaufstour unbeirrt fortsetzt und mit Marko Martinovic einen echten Hochkaräter verpflichtet hat. Der 29-jährige Rechtsverteidiger bringt nicht nur enorme Routine mit, sondern auch reichlich Erfahrung aus dem Profibereich, nachdem er zuletzt sechseinhalb Jahre für Zweitligist SW Bregenz aufgelaufen ist.

Insgesamt 149 Meisterschaftsspiele absolvierte der Defensivspezialist für die Bregenzer, wobei der Meistertitel in der Westliga vor zwei Jahren und der damit verbundene Aufstieg als sportlicher Höhepunkt seiner Karriere gilt. In der laufenden Saison kam Martinovic allerdings nur noch auf acht Kurzeinsätze mit insgesamt 291 Minuten Spielzeit, nun soll er in Lauterach wieder eine tragende Rolle übernehmen. Er ist bereits der siebente Neuzugang beim Hofsteigklub, der damit seine Ambitionen klar unterstreicht. Auch der FC Dornbirn hat sich prominent verstärkt und mit Marcel Krnjic einen alten Bekannten zurück auf die Birkenwiese geholt. Der 23-jährige Mittelfeldspieler durchlief bereits zwei Stationen bei den Rothosen und bringt die Erfahrung aus 83 Zweitligaspielen mit.

Seit dem Frühjahr war Krnjic ohne Verein, nachdem er seinen Vertrag bei Austria Klagenfurt aufgrund finanzieller Turbulenzen aufgelöst hat, hielt sich jedoch in Dornbirn fit und unterschrieb nun erneut. Im zentralen Mittelfeld soll er gemeinsam mit den Neuzugängen Julian Maldoner und Özkan Demir für Stabilität sorgen und dem Spiel mehr Struktur verleihen. Auch beim FC Lustenau gibt es Bewegung, denn mit dem 24-jährigen Deutschen Luis Müller stößt ein groß gewachsener Innenverteidiger zum Traditionsklub. Müller war zuletzt vereinslos und hatte im Herbst 2025 einen Kreuzbandriss erlitten, nun wagt er im Sommer den Neustart im Ländle. Der knapp zwei Meter große Abwehrspieler spielte schon für Hittisau. Mit diesen Transfers setzen die drei Regionalligisten ein Zeichen und zeigen, dass sie frühzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Saison stellen wollen. VN-TK