Meister Wacker Innsbruck eiskalt: Hohenems lässt Überraschung liegen

Grabherr-Truppe fehlt es an Effizienz, deutliche 1:4-Heimniederlage der Emser.
Hohenems Die große Überraschung blieb aus. Der VfB Hohenems musste sich am 31. Spieltag der Regionalliga West dem bereits feststehenden Meister FC Wacker Innsbruck vor 870 Zuschauern im Stadion Herrenried mit 1:4 geschlagen geben. Bei hochsommerlichen Temperaturen zeigte die Mannschaft von Trainer Werner Grabherr über weite Strecken eine engagierte Leistung, ließ jedoch erneut zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt.

Die Tiroler stellten früh die Weichen auf Sieg. Bereits in der 6. Minute brachte Adrian Lechl die Gäste in Führung. Nach knapp einer halben Stunde erhöhte Arteaga per Kopfball auf 2:0. Wacker präsentierte sich einmal mehr abgeklärt und effizient, während die Gastgeber ihre Chancen nicht verwerten konnten.

Dabei hätte die Partie durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. Noel Gunz vergab in der 37. Minute eine aussichtsreiche Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Noch deutlicher waren die Chancen von Mert Can Ünal kurz nach der Pause. Der Offensivspieler scheiterte innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal (57./58.) und verpasste damit den möglichen Wendepunkt der Begegnung.

Stattdessen schlug der Meister erneut eiskalt zu. Lechl erzielte in der 63. Minute seinen zweiten Treffer des Tages und sorgte mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Hohenems steckte dennoch nicht auf und wurde in der Schlussphase für seinen Aufwand belohnt. Liam Tripp traf in der 82. Minute zum verdienten 1:3 und ließ die Heimfans noch einmal jubeln.

Den Schlusspunkt setzte allerdings wieder Wacker Innsbruck. In der Nachspielzeit stellte Rackl mit dem Treffer zum 4:1-Endstand den alten Abstand wieder her.

Das Ergebnis fällt letztlich deutlich aus, spiegelt aber nicht alle Spielanteile wider. Wie schon mehrfach in dieser Saison zeigte Hohenems eine ansprechende Leistung, ließ jedoch zu viele Hochkaräter liegen. Genau darin liegt der Grund, weshalb sich die Emser in dieser Spielzeit immer wieder unter Wert geschlagen geben mussten.

Erfreulich verlief hingegen der organisatorische Teil des als Hochsicherheitsspiel eingestuften Duells. Rund 200 Anhänger aus Innsbruck sorgten zwar für lautstarke Unterstützung ihres Teams, Ausschreitungen oder Zwischenfälle blieben jedoch aus. Damit ging ein stimmungsvoller Nachmittag trotz der klaren Niederlage der Gastgeber friedlich über die Bühne. VN-TK








