Sieben Tore und eine spektakuläre Aufholjagd

Sport / 31.05.2026 • 11:57 Uhr
Zwei prägende Figuren einer Klassepartie: Kauan Brustolin und Alexander Huber (r.). VN-STIPLOVSEK
Zwei prägende Figuren einer Klassepartie: Kauan Brustolin und Alexander Huber (r.). VN-STIPLOVSEKthomas Knobel

Nach 0:2-Rückstand dreht ein Aufstiegskandidat ein verrücktes Topspiel.

Dornbirn Ein wahres Offensivspektakel bekamen die knapp 400 Zuschauer auf der Sportanlage Rohrbach geboten. Im Spitzenspiel der VOL.AT-Eliteliga setzte sich der FC Wolfurt nach einer turbulenten Partie mit 4:3 beim SC Admira Dornbirn durch und feierte damit einen wichtigen Erfolg im Kampf um die Aufstiegsplätze. Sieben Tore, zahlreiche hochkarätige Chancen und mehrere Wendungen sorgten für beste Unterhaltung und Werbung für den Vorarlberger Amateurfußball.

Noah Fehn gegen Kauan Brustolin.
Noah Fehn gegen Kauan Brustolin.

Dabei schien zunächst alles für die Gastgeber zu laufen. Die Admira erwischte einen Traumstart und ging bereits in der vierten Minute durch Felix Moosmann mit 1:0 in Führung. Nach 21 Minuten erhöhte Alex Huber auf 2:0 und die Hausherren hatten die Partie scheinbar fest im Griff. Die Dornbirner kombinierten gefällig und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Besonders Moosmann hatte wenig später sogar das 3:0 auf dem Fuß, vergab jedoch diese große Gelegenheit in der 26. Minute.

Wolfurt zeigte eindrucksvoll Moral. Marian Zehrer, mit Abstand bester Torschütze der Gäste, brachte seine Mannschaft mit einem Doppelschlag zurück ins Spiel. Der Angreifer traf zunächst in der 27. Minute per Kopf zum 1:2 und stellte nur fünf Minuten später bereits auf 2:2. Innerhalb von fünf Minuten war der komfortable Vorsprung der Admira dahin und die Begegnung wieder völlig offen. Beide Treffer der Gäste fielen nach ruhenden Bällen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau hoch. Die Zuschauer sahen ein intensives und temporeiches Duell mit Chancen auf beiden Seiten. Nach knapp einer Stunde schien die Admira erneut auf die Siegerstraße einzubiegen. Felix Moosmann erzielte seinen zweiten Treffer des Tages und brachte die Dornbirner mit 3:2 in Front. Für den Angreifer war es bereits der siebente Treffer in nur neun Einsätzen seit dem Ausfall von Kilian Madlener. Allerdings wird Moosmann den Dornbirnern ab September aufgrund eines Auslandsaufenthalts nicht mehr zur Verfügung stehen.

Drei Tore, aber es reicht trotzdem für Admira Dornbirn nicht zu einem Punkt.
Drei Tore, aber es reicht trotzdem für Admira Dornbirn nicht zu einem Punkt.

Doch auch auf diesen Rückschlag hatte Wolfurt die passende Antwort. Wie schon in der ersten Halbzeit schlugen die Gäste innerhalb kürzester Zeit doppelt zu. Finn Bolkart traf nur eine Minute nach dem 2:3 zum Ausgleich, ehe der starke Brasilianer Kauan Brustolin in der 62. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer ins rechte Kreuzeck den 4:3-Siegtreffer erzielte. Wolfurt hatte den frühen Zwei-Tore-Rückstand endgültig gedreht. Trainer und Mannschaft profitierten dabei von taktischen Anpassungen, die das Spiel zunehmend in Richtung der Gäste kippen ließen.

Max Lampert gegen Kilian Kalb.
Max Lampert gegen Kilian Kalb.

Während die Admira auf den Ausgleich drängte, boten sich den Wolfurtern weitere Konterchancen. Bolkart scheiterte in der 87. Minute ebenso wie Zehrer in der Nachspielzeit gleich zweimal. Am Ende blieb es dennoch beim knappen Erfolg der Gäste, die mit diesem Sieg ein starkes Ausrufezeichen im Rennen um die Regionalliga-West-Tickets setzten. Die Admira dagegen musste nach großem Kampf eine bittere Heimniederlage hinnehmen. VN-TK

Admira Schlussmann David Tschaler.
Admira Schlussmann David Tschaler.
Wolfurt Trainer Jürgen Maccani war zufrieden.
Wolfurt Trainer Jürgen Maccani war zufrieden.
Kauan Brustolin war überragend.
Kauan Brustolin war überragend.
Klassepartie im Aufstiegsgipfel.
Klassepartie im Aufstiegsgipfel.
Admira Dornbirn führte aber verlor.
Admira Dornbirn führte aber verlor.
Felix Moosmann schoss zwei der drei Admira Treffer.
Felix Moosmann schoss zwei der drei Admira Treffer.