Verletzungsschock verhindert Rankweiler Heimsieg zum Saisonfinale

Rankweil holt gegen den GAK ein Remis, muss aber um den Verbleib bangen.
Rankweil RW Rankweil hat sich im letzten Saisonspiel der 2. Frauen-Bundesliga mit einem 1:1 gegen den Grazer AK verabschiedet – und dabei einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Der erhoffte Sieg, der den Klassenerhalt aus eigener Kraft gesichert hätte, blieb jedoch aus. Nun hängt die Zukunft der Rankweilerinnen in der Zweitklassigkeit von weiteren Entwicklungen ab, unter anderem vom laufenden Konkursverfahren beim Traditionsklub Neulengbach.

Dabei hätte sich Rankweil einen versöhnlichen Saisonabschluss verdient gehabt. Die Gastgeberinnen lieferten gegen den GAK eine starke Leistung ab, mussten dafür aber einen hohen Preis bezahlen. Bereits vor dem Anpfiff war die personelle Situation angespannt. Anja Stojsic hatte sich im vorangegangenen Spiel gegen den Wiener Sport-Club einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel aus. Im Saisonfinale folgte der nächste Rückschlag: Kapitänin Sarah Schneider musste nach rund einer Stunde mit einer schweren Knöchelverletzung vom Feld.

Besonders bemerkenswert war der Einsatz von Torfrau Lorena Bodemann. Die Rankweilerin stand trotz einer Knöchelverletzung und eines Syndesmosebandrisses zwischen den Pfosten und kämpfte sich unter großen Schmerzen bis zum Schlusspfiff durch. Ein Einsatz, der sinnbildlich für die Moral der gesamten Mannschaft stand.
Sportlich war Rankweil über weite Strecken die aktivere Mannschaft. Die neunfache Saisontorschützin Michaela Walter vergab bereits vor der Pause eine hochkarätige Möglichkeit und scheiterte an der starken Grazer Torfrau. Auch Tamina Klaric ließ eine gute Chance ungenutzt.
Baumgartner brachte die Grazerinnen in der 85. Minute mit 1:0 in Führung und versetzte Rankweil damit einen schweren Schlag. Doch die Gastgeberinnen gaben nicht auf. In der Nachspielzeit war es schließlich Michaela Walter, die mit ihrem neunten Saisontor den hochverdienten Ausgleich erzielte und zumindest einen Punkt rettete.
Die starke Energieleistung blieb dennoch ohne den ganz großen Lohn. Hätte Rankweil über die gesamte Saison hinweg so konstant gespielt wie zuletzt gegen den GAK, wäre die Mannschaft wohl deutlich weiter oben in der Tabelle gelandet. Vor allem die überzeugende Rückrunde zeigte, dass die Rot-Weißen sportlich durchaus zweitligatauglich sind.
Ein entscheidender Faktor im Saisonverlauf war allerdings der Verlust zweier Schlüsselspielerinnen. Die Abgänge von Tamara Saric und Zdravka Parapunova konnten nie vollständig kompensiert werden. Trotz großer Einsatzbereitschaft und mancher starker Auftritte fehlten letztlich die Punkte.
Mit fünf Siegen, drei Unentschieden und 14 Niederlagen beendet RW Rankweil die Saison als Tabellenletzter. Ob dies tatsächlich den Abstieg bedeutet, steht derzeit aber noch nicht fest. Die kommenden Wochen könnten darüber entscheiden, ob die Rankweilerinnen auch in der Saison 2026/27 in der 2. Liga auflaufen dürfen. Verdient hätten sie sich nach diesem kämpferischen Saisonabschluss zumindest eine zweite Chance. VN-TK
































