Kleine Portionen, große Genussvielfalt

Beim “Slow Food-Spaziergang” in Rankweil gab es wieder viel Kulinarik zu entdecken.
Rankweil “Das ist der Hammer gewesen, da hätte ich mich geradezu hineinlegen können”, schwärmte Stammgast Andi Loser an der Bar des Rankweiler Gasthofs und Hotels “Mohren” im Gespräch mit Gastgeber Marcel Herburger über das “Carne Cruda”, ein Tatar vom Kalb mit Eigelb, Parmesan, Radieschen und Petersilie. Voraussetzung für ein Gericht, um auf die “Spaziergang”-Speisekarte zu kommen, ist laut Michaela und Marcel Herburger, dass die Zutaten aus der Region kommen.
So manches auf der für die Veranstaltung zusammengestellten Karte aufgenommene Gericht gibt es in den beteiligten Gastronomiebetrieben, neben dem “Mohren” der “Rankweiler Hof”, das “Hörnlingen” und das “Schäfle”, auch als größere Portion. Damit die Kulinarik-Flanierer:innen aber eine möglichst breite Vielfalt von kulinarischen Genüssen erleben können, sind die Portionen, aber auch die Preise, klein gehalten.

Im “Mohren” gibt es neben der großen Karte aus der bis 21 Uhr geöffneten Küche auch eine Tapas-Karte für die Bar, aus der die Gäste bis 22.30 Uhr bestellen können. Das soll der Beliebtheit der, auch über eine Nische mit Stehtischen für kleine Gruppen verfügenden, Bar zusätzliche Beliebtheit verschaffen. Bei Losers Gattin Anita und Tochter Zoey kam unter anderem auch die mit Orangenschale verfeinerte Schaumsuppe vom weißen Spargel mit Spargelquiche sehr gut an.

Im Garten des “Rankweiler Hofs” spielte das Duo “Helbok’s” Rock, Pop, Country und Schlager, für die Besucherinnen Klaudia Lins und Manuela Lins-Schubert ist der Hof “das, wo man gern ist”. Belebt ist aber auch der “Rosengarten” des Traditionswirtshauses gewesen.

Weiters auf der “Mohren”-Spaziergangskarte: Weißweinrisotto mit Spargeln und Parmesan, hausgemachte Tagliatelle an Bärlauchpesto, begleitet vom Maishuhn, der frühlingshafte Zupfsalat mit Samosa, eingelegtem Gemüse, Spargeln und Frühlingsmarinade. Als süße Ergänzungen dazu Tiroffo (Kaffee, Biskuit, Mascarpone, Erdbeeren), das hausgemachte Apfel-Rhabarber-Crumble mit Tonkabohnen-Eis, Karamell-Popcorn und Mandeln sowie das Panna cotta mit Allerlei von der Erdbeere.

Im Hörnlingen, wo neben einem Prosecco Extra Dry von Ca’Spineda (Venetien) der Grüne Veltliner Hörnlingen 2022 und der Rosé 2023 (beide vom Weingut Nössing in Wien) ausgeschenkt wurden, ließen sich neben Frastanzer Biobier auch Fruchtsäfte und ein Verjus-Soda genießen. Zur Stärkung servierten Dominik Mayer und sein Team Pasta Fagioli, eine kalte Platte mit Käse und Salami sowie Oliven, aber auch Polpetti.

Sehr verlockend war auch die Karte in dem von Günter Hämmerle geführten “Schäfle”, dem Stammsitz von Slow Food Vorarlberg. Gebackener Riebel-Bärlauchknödel mit Paprikamayonnaise und eingelegtem weißen Spargel fanden sich darauf ebenso wie Sura-Kees-Mousse im Knuspermantel und mit Tomatensalsa. Das hausgebeizte Lachsforellenfilet kam von “Nino’s Ländlefisch”, dazu wurde eine pikante Apfel-Ingwermarmelade serviert. Zum Selleriesteak mit Liebstöckelkruste kam mariniertes Gemüse, das Kalbsbutterschnitzel war von Kartoffelbuchtel, Senfcreme und einer gepickelten Zwiebel begleitet. AME
















