Goldene Auftritte der Gymnastinnen

Mehrere Titel und Spitzenplätze unterstreichen die erfolgreiche Arbeit im Vorarlberger Fachverband.
Wien, Graz Die Rhythmische Gymnastik gilt als die „charmanteste Sportart der Welt“. Kaum eine andere Disziplin verbindet sportliche Höchstleistungen derart eindrucksvoll mit Ausdruckskraft, Körperbeherrschung, Koordination und musikalischem Feingefühl. Bei den österreichischen Meisterschaften bestätigten die Vorarlberger Nachwuchstalente einmal mehr, dass sie auch auf nationaler Ebene zu den Besten zählen.

Die 59. Österreichische Einzel- und Teammeisterschaften der Elite und Juniorinnen gingen heuer in einem außergewöhnlichen Rahmen über die Bühne. In Kooperation mit der Vienna Grand Gallery entstand in Wien-Donaustadt eine besondere Symbiose aus Kunst, Kultur und Spitzensport. Die besten Gymnastinnen aus sieben Bundesländern und 17 Vereinen zeigten dabei ihr Können.

Loacker setzte die Maßstäbe
Für das herausragende Vorarlberger Ergebnis sorgte Elina Loacker. Die 14-Jährige aus Weiler dominierte die Juniorinnenklasse der Jahrgänge 2011 und 2012 nach Belieben. Mit einem Vorsprung von 6,35 Punkten sicherte sie sich souverän den österreichischen Meistertitel im Mehrkampf. Auch in den Geräteentscheidungen setzte sie Maßstäbe. Gold gewann sie mit Ball, Keulen und Band, dazu kam Silber mit dem Reifen. Gemeinsam mit Coco Speckle, die im Mehrkampf Rang acht belegte, und Nika Peric auf Rang zehn holte Loacker zudem den Mannschaftstitel für Vorarlberg. Die Nachwuchsathletin besucht derzeit die Sportmittelschule Rankweil und wechselt im Herbst an das Sportgymnasium Dornbirn.

Dass die Erfolge kein Zufall sind, hatte sich bereits bei den 54. Österreichischen Jugendmeisterschaften in Graz abgezeichnet. Dort kämpften 87 Gymnastinnen aus 19 Vereinen um Medaillen. Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf für Vanessa Kessler und Rosalie Märk aus Meiningen in der Jugend-1-Klasse des Jahrgangs 2013.

Turnsport Austria/Sytnikova
Kessler gewann Silber im Mehrkampf und überzeugte auch in den Gerätefinale. Mit den Keulen holte sie Gold, mit dem Band Silber sowie mit Reifen und Ball jeweils Bronze. Für Märk verlief der Mehrkampf nach einigen Fehlern nicht nach Wunsch. Die fünffache Goldmedaillengewinnerin der österreichischen Jugendmeisterschaften 2025 in Rankweil musste sich diesmal mit Rang sechs zufriedengeben. In den Gerätefinalen zeigte sie jedoch ihre Klasse und gewann Gold mit Ball und Band sowie Silber mit den Keulen.

Auch in der Mannschaftswertung gab es Grund zum Jubeln. Kessler, Märk und Adriana Mayr, die den Mehrkampf auf Rang elf beendete, sicherten sich die Silbermedaille.


Die konstant starken Leistungen unterstreichen die erfolgreiche und qualitativ hochwertige Nachwuchsarbeit von Turnsport Vorarlberg. „Wenn die Mädchen so weiterarbeiten, dürfen wir uns für die Zukunft sehr viel erwarten. Der Trend stimmt“, zeigte sich Wettkampfleiterin und Turnsport-Austria-Vizepräsidentin Annires Marchetti erfreut. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen lassen jedenfalls darauf schließen, dass Vorarlbergs Rhythmische Gymnastik auch in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle auf nationaler Ebene spielen wird.
