Durchgegriffen: Das ist das Strafenpaket nach dem Spielabbruch in Bludenz

Mit seinem harten Urteil geht der Verband weit über persönliche Sperren hinaus. Besonders eine Entscheidung verändert die Ausgangslage für Rätia Bludenz grundlegend.
Bludenz Ein erwartet hartes Urteil, das im Vorarlberger Fußball für großes Aufsehen sorgen dürfte, hat der Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) des Vorarlberger Fußballverbandes als Konsequenz aus den Ausschreitungen beim Saisonfinale zwischen dem FC Rätia Bludenz und dem FC Schwarzach (3. Landesklasse) ausgesprochen.
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Besonders betroffen ist Meister Rätia Bludenz, der in der kommenden Saison 2026/27 als Aufsteiger in die 2. Landesklasse mit sechs Minuspunkten starten muss. Damit erhält der sportlich souveräne Meister der 3. Landesklasse bereits vor dem ersten Anpfiff der neuen Saison einen empfindlichen Rückschlag. Darüber hinaus wurde gegen den Verein aus der Alpenstadt wegen des Verschuldens am Spielabbruch sowie wegen des Versagens des Ordnerdienstes eine hohe Ordnungsstrafe in Höhe von 5000 Euro verhängt.
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Auch die Wertung der abgebrochenen Begegnung wurde vom Verband bestätigt. Das Spiel zwischen Rätia Bludenz und dem FC Schwarzach, das in der 79. Minute beim Stand von 2:1 für die Gäste abgebrochen worden war, wird offiziell mit diesem Ergebnis für Schwarzach gewertet.
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Besonders drastisch fallen die persönlichen Strafen gegen mehrere Akteure von Rätia Bludenz aus. Gleich vier Spieler wurden mit langjährigen Sperren belegt. Mujo Isakovic erhielt eine Sperre von 39 Pflichtspielen unbedingt und wird damit rund eineinhalb Jahre nicht mehr eingesetzt werden können. Dieselbe Strafe wurde gegen Hussein Nasso ausgesprochen, der ebenfalls für 39 Pflichtspiele gesperrt wurde. Abbas Naso erhielt eine unbedingte Sperre von 30 Pflichtspielen. Marek Linhart wurde für 24 Pflichtspiele gesperrt. Bemerkenswert dabei: Alle vier schwer bestraften Akteure waren zu Beginn des Matches Auswechselspieler und standen am Anfang nicht auf dem Feld. Vergleichsweise glimpflich kam Schwarzach-Spieler Fabian Wagner davon. Gegen ihn sprach der Straf- und Meldeausschuss eine Sperre von drei Pflichtspielen unbedingt aus. Damit wird er lediglich die ersten Begegnungen der neuen Saison verpassen.
Mit den ausgesprochenen Sanktionen macht der Vorarlberger Fußballverband deutlich, wie schwerwiegend die Ereignisse beim Saisonabschluss in Bludenz eingestuft werden. Die Ausschreitungen hatten weit über die Grenzen der 3. Landesklasse hinaus für Diskussionen gesorgt. Zahlreiche Spieler, Funktionäre und Zuschauer waren damals in die Tumulte verwickelt gewesen. Das Spiel musste daraufhin vorzeitig vom Unparteiischen beendet werden.
Für Rätia Bludenz bedeutet das Urteil nun einen sportlichen und finanziellen Rückschlag von erheblichem Ausmaß. Neben den sechs Minuspunkten zum Start in die neue Saison fehlen dem Aufsteiger mit Isakovic, Hussein Naso, Abbas Naso und Marek Linhart gleich mehrere Spieler über einen langen Zeitraum. Die Sperren zählen zu den härtesten Sanktionen der vergangenen Jahre im Vorarlberger Amateurfußball. Der FC Schwarzach kann sich hingegen über die Bestätigung des 2:1-Erfolges freuen, muss aber ebenfalls eine personelle Konsequenz hinnehmen. Mit Fabian Wagner wurde auch ein Spieler der Gäste bestraft.
Mit der Urteilsverkündung dürfte eines der turbulentesten Kapitel der vergangenen Unterhaussaison vorerst abgeschlossen sein. Die Folgen des Eklats werden jedoch noch lange nachwirken. Vor allem für Aufsteiger Rätia Bludenz beginnt die neue Spielzeit bereits vor dem ersten Meisterschaftsspiel mit einer schweren Hypothek. Allerdings könnte Bludenz gegen diese Urteile noch ein Protest einreichen. VN-TK