So WoW! macht Hohenems zur offenen Kunstwerkstatt

Kunstkreis C: „Wir begegnen uns. Wir befähigen uns. Wir unterstützen uns“.
Hohenems Von 6. bis 12. Juli 2026 lädt der Kunstkreis C, Circle of Art, zur Sommer Workshop Woche „So WoW!“ ein. Das spartenübergreifende Format richtet sich an Jugendliche ab zwölf Jahren, an junge Erwachsene sowie an Kunstinteressierte, die unabhängig von Vorkenntnissen Lust haben, eigene Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken oder vorhandene Fähigkeiten weiterzuentwickeln. In kleinen Gruppen wird gemalt, modelliert, getanzt, gespielt, geschrieben, gesungen und gemeinsam erprobt, wie aus einer ersten Idee ein künstlerischer Prozess entstehen kann.

Die Teilnehmenden können Farben mischen, Ton formen, Körper in Bewegung setzen, Texte entwickeln, Stimmen erproben und erfahren, wie künstlerisches Handwerk, Experiment und persönliche Ausdruckskraft zusammenfinden. Die genaue Location in Hohenems wird noch bekanntgegeben. Fest steht bereits, dass die Woche am 11. Juli ab 17 Uhr mit einem öffentlichen Showing und einer Ausstellung abgeschlossen wird. Dabei geht es nicht um den perfekten Auftritt, sondern um Einblicke in Arbeitsprozesse, Begegnungen und entstandene Projekte.

Inhaltlich gliedert sich die Woche in drei Ateliers. Im Bereich Bildende Kunst führt Chantal Boso Flores in die Ölmalerei ein. Behandelt werden Materialkunde, Maltechnik, Farbenmischen, Proportionen und schließlich das Porträt am lebenden Modell. Die Teilnehmenden erhalten damit einen praxisnahen Zugang zu einem klassischen Medium, das genaue Beobachtung ebenso verlangt wie Mut zur eigenen Handschrift. Pia Denz widmet sich dem keramischen Porträtmodellieren. Sie zeigt, wie sich Gesicht, Ausdruck, Persönlichkeit und plastische Form in Ton übersetzen lassen. Die Arbeit mit den Händen schafft dabei einen unmittelbaren Zugang zu einem Material, das Widerstand bietet, aber zugleich viele Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

Im Bereich Performing Arts leitet Arkadiusz Hryb einen Tanzworkshop, der Körper, Raum und Bewegung miteinander in Beziehung setzt. Aus Improvisationen, Körperbewusstsein und der Wahrnehmung von Architektur entstehen kurze choreografische Sequenzen. Olivia Purka und Fabian Tobias Huster beschäftigen sich im Schauspiel und in der Performance mit Stimme, Sprache, Präsenz und Bewegung. Dabei wird untersucht, wie Ausdruck entsteht, wie Körper und Stimme zusammenspielen und wie aus einer Situation eine Szene oder performative Form entwickelt werden kann.

Ein weiteres Atelier ist der Musik gewidmet. Philomena Juen begleitet die Teilnehmenden beim Songwriting. Im Mittelpunkt stehen kreative Schreibprozesse, Songlyrics, Form, Dramaturgie und die Frage, wie aus eigenen Gedanken, Beobachtungen oder Stimmungen ein Lied werden kann. Auch hier zählt nicht nur das fertige Ergebnis, sondern der Weg dorthin: das Sammeln, Ausprobieren, Verwerfen, Verdichten und Weiterentwickeln persönlicher Ideen.

Ergänzt werden die Workshops durch den Open Creative Space. Dieser offene Bereich ermöglicht selbständiges Arbeiten, Austausch und Projektentwicklung. Wer in einem Kurs eine Idee entwickelt, kann sie dort weiterdenken, mit anderen teilen oder spartenübergreifend fortführen. So entsteht ein Geflecht aus individuellen Wegen und gemeinschaftlicher Erfahrung, aus Handwerk, Experiment und Begegnung.

Auch die Teilnahmebedingungen sind niederschwellig gehalten. Für Ganztagsworkshops beträgt der Vollpreis 240 Euro, Schüler und Lehrlinge zahlen 160 Euro, Studierende und Unter-Dreißigjährige 190 Euro. Halbtagsworkshops kosten 150 Euro, ermäßigt 90 beziehungsweise 120 Euro. Schnuppertage und Einzelsessions sind auf Anfrage möglich.
