Sechs Fahrer, viele Aufgaben: Vorarlbergs Plan für die Tour

Sport / 07.07.2026 • 16:46 Uhr
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Bei Philipp Hofbauer ist der Blick Richtung Gesamtwertung gerichtet. gepa

Hofbauer als Mann für die Gesamtwertung und Feurstein als Hoffnung für den Sprint in Wien.

Graz Es ist angerichtet. Wenn am Mittwoch um 11:20 Uhr die Fahrer von der Leine gelassen werden, dann sieht Paul Renger sein Team bestens vorbereitet. Der Sportchef vom Team Vorarlberg versprüht Zuversicht, und seine Vorfreude wirkt ansteckend. Und das im positiven Sinne, denn der Kapitän der Mannschaft, der Schweizer Colin Stüssi, schnappte im Vorfeld der Österreich-Rundfahrt ein grippaler Infekt auf – und er muss passen.

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Der Teambus ist ebenfalls in Graz angekommen. Schallert

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Tour of Austria 2026, das Team Vorarlberg in Zahlen
Der Staff
Moran Vermeulen Moran (DS/Sportlicher Leiter)
Paul Renger (DS/Sportlicher Leiter)
Maxi Fähnrich (Mechanic)
Wohlmutter (Physio)
Alexandra Gruber Christoph (Physio)
Peter Jenny (Helfer)
Rene Elsensohn (Geschäftsführer Arlberg Express, zugleich auch der Fahrer des Buses)
Thomas Kolfer (Team Manager)
Janosch Schallert (Social Media/Fotos)


Die Packliste für die Tourtage
Pro Fahrer 3 Räder (18 gesamt), 40 Laufradgarnituren, Reserverahmen, Lenker usw., 400 Trinkflaschen, 300 Amacx Gels (hochwertige Sportnahrung), 20 Packungen Amacx Iso Pulver, 3 Dosen Amacx Recovery, 3 Wahoo-Rollen zum Warmfahren oder Ausfahren nach der Etappe, 50 Dosen Bad-Dog-Energydrinks, Gummibärchen, mehrere Packungen Reis sowie Nudeln, Pesto, Marshmallows (Süßigkeiten), Fahrradreiniger, Kettenwachs KMC, Ersatzreifen, Ersatz Ketten, Lenkerbänder, 3 Begleitautos, ein Mechaniker- Bus, ein Reisebus (Arlberg Express) als Teambus, Pavillon, 2 Massageliegen, Hochdruckreiniger, Kaffeemaschine und auch a paar Frastanzer-„Klenne“ für den Staff

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Doppeltes Pech für den 33-Jährigen, der im Vorjahr als 44. über die Ziellinie in Feldkirch rollte und diese Saison zwar Pech bei einem Sturz auf Sardinien hatte, doch dann bei der Tour of Malopolska vor gut einem Monat noch als Sieger glänzte. Somit sind die Rollen der “Sechser-Partie” klar verteilt, wie Renner bestätigt. Stüssi erhält nun Zeit, sich auf die Ende Juli startende Tour Cycliste International de la Guadeloupe vorzubereiten.

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Tobias Nolde. gepa

Der für Stüssi nachgerückte Tobias Nolde sieht der Sportchef in der Rolle eines Road-Kapitäns. “Er soll Verantwortung übernehmen”, so der 40-Jährige über den Deutschen. Für Renner ist Nolde (27) aufgrund seiner aggressiven Fahrweise vor allem auf mittelschweren Etappen mehr als ein “Joker”. Das hatte er auch zuletzt bei der Deutschen Meisterschaft auf einem Rundkurs mit insgesamt 202 km und 4200 Höhenmetern unter Beweis gestellt.

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Als Helfer gefragt, Dominik Röber (Zweiter von rechts). gepa

Der Mann für die Gesamtwertung im Team Vorarlberg ist Philipp Hofbauer. Der 23-Jährige gilt nicht nur als eines der größten heimischen Talente, er ist auch Spezialist für schwere Rundfahrten und schwere Eintagesrennen. Bei der Tour wird Hofbauer deshalb die gesamte Unterstützung der Teamkollegen haben. So auch vom zweiten Deutschen in der Mannschaft, von Dominik Röber. Vom 26-Jährigen erwartet die sportliche Leitung Helferdienste in erster Linie bei Anstiegen. Renner bezeichnet Röber als “den letzten Helfer, wenn es in die Berge geht”.

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Die Vorbereitung auf die Rundfahrt verlief bis auf den krankheitsbedingten Ausfall von Stüssi laut Renner “perfekt”. Zumal der Juni richtig schweißtreibend war. Beginnend mit der Oberösterreich-Rundfahrt wartete die Tour of Malopolska, ehe man ins Höhentrainingslager nach Osttirol wechselte und von dort direkt zu den nationalen Titelkämpfen anreiste.

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Fühlt sich in den Bergen wohl: Emanuel Zangerle. gepa

Nun soll die “Ernte” bei der Tour of Austria in Ergebnissen eingefahren werden. “Wir durften im Juni schöne Erfolge feiern. Das hat allen Selbstvertrauen gegeben. Und all das macht uns zuversichtlich”, so Renner. Neben Nolde steht mit Emanuel Zangerle ein weiterer Fahrer im Fokus, war er im Vorjahr doch bis zur Schlussetappe im Kampf um das Bergtrikot im Rennen. Zusammen mit Nolde soll der 25-Jährige heuer viel Arbeit in der Spitzengruppe leisten, während der Italiener Giacomo Ballabio beim heimischen Team als “Mann für die letzten Meter” gilt. Für den 28-Jährigen ist es zudem der Premierenstart bei der “ToA”.

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Giacomo Ballabio. gepa

Bleibt noch der Blick auf den einzigen waschechten Vorarlberger im Team, auf Kilian Feurstein. Für ihn gilt laut Renner, die ersten vier Etappen so gut wie möglich zu überstehen. Sieht ihn der Sportchef doch als “echte Waffe” auf der Schlussetappe, wenn es in Wien in den Zielsprint geht. 109 Kilometer sind es am Schlusstag von Langenlois in die Bundeshauptstadt, an dem jetzt schon alle mit einem Massensprint um den Tagessieg rechnen. Und da soll der 23-Jährige aus Dornbirn ganz vorne mitmischen.

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Kilian Feurstein soll in Wien “zuschlagen”. gepa

Im Hinblick auf die Gesamtwertung erwartet Renner in diesem Jahr eine frühe Entscheidung, weil auf der zweiten Etappe mit der Zielankunft auf dem Großglockner (Franz-Josefs-Höhe) eine echte Bergetappe wartet. “Die Etappen sind sehr unterschiedlich”, so Renner. “Das ist für unterschiedliche Fahrertypen sehr reizvoll.”

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Immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird: Paul Renger (Zweiter von links).