Plötzlich hörst du nur noch dein eigenes Herz

Sport / 24.07.2026 • 17:55 Uhr
Der Sprung von Elias Schwärzler vom Heißluftballon hinunter
Der Sprung von Elias Schwärzler vom Heißluftballon im Zeitraffer. @eliasschwärzler

Wie sich aus einer Idee rund um einen Ballon drei Jahre später eine Weltpremiere entwickelte.

Lauterach Drei Jahre Planung für wenige Sekunden in der Luft: Elias Schwärzler hat mit seinem jüngsten Projekt erneut Grenzen verschoben. Im Interview spricht der Vorarlberger über technische Pannen, den Moment vor dem Sprung und das Ziel, das ihn als Nächstes antreibt.

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Denn der erste Versuch verlief laut eigenen Aussagen alles andere als nach Plan. Ausgerechnet die Drohne, die den “Worlds First” dokumentieren sollte, zeichnete den Sprung nicht auf. Für Schwärzler bedeutete dies, den gesamten, durchaus gefährlichen Stunt ein zweites Mal durchführen zu müssen. “Man ist einfach nur sauer”, gab er danach Einblick in sein Seelenheil. Denn: Hinter dem Projekt steckten schließlich drei Jahre Planung und zahlreiche Berechnungen. Mit jedem weiteren Versuch, so wusste er, steigt auch das Risiko. Umso größer war die Erleichterung, als beim zweiten Anlauf schließlich alles funktionierte.

Ballon-Stunt
Vorbereitungen. @eliasschwärzler
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Der Stunt entstand am “Reißbrett”. @eliasschwärzler

Die Idee für den Sprung entstand bereits vor drei Jahren während des Projekts “Bike the World” in Kappadokien. Die vielen Heißluftballons beeindruckten Schwärzler so sehr, dass folgende Idee in ihm entsprang: “Wie geil wäre das, mit dem Fahrrad da oben zu fahren und runterzuspringen.” Es folgten zahlreiche Gespräche, Berechnungen und Planungen, bis aus dem Gedanken schließlich ein umsetzbares Projekt wurde.

Ballon-Stunt
@eliasschwärzler
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Der Moment auf dem Heißluftballon fühlte sich für den Vorarlberger anders an als alles andere, was er bisher erlebt hatte. Während bei seinen normalen Bikestunts meist Motorengeräusche oder Zuschauer den Moment begleiteten, herrschte hoch oben beinahe völlige Stille. “Du hörst dein eigenes Herz klopfen”, beschreibt Elias. Nervosität sei zwar da gewesen, gleichzeitig aber auch eine enorme Konzentration. Weil jeder Schritt genau geplant war, blieb kaum Zeit zum Nachdenken. Nach dem Absprung folgten zwei Vorwärtssaltos, bevor er den Fallschirm öffnete.

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An eine Pause denkt Schwärzler trotz des außergewöhnlichen Projekts nicht wirklich. Zunächst steht die Eröffnung des Bikeparks in Schetteregg gemeinsam mit Jürgen Sutterlüty an. Danach möchte der 30-Jährige unbedingt das Projekt vorantreiben, einmal mit einem Fahrrad die Marke von 300 km/h zu erreichen. Wer den Extremsportler aus Lingenau kennt, weiß, dass er aktuell den Weltrekord mit 272,94 km/h hält und somit dieses Vorhaben wohl längst mehr als nur eine “verrückte Idee” ist. Auch wenn er selbst im Moment noch etwas verhalten darüber spricht.

Fabian Korb
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