Schwerere Regionalliga-Premiere geht kaum

Der Aufsteiger empfängt zum Saisonstart den amtierenden Double-Gewinner.
Lochau Mit dem Heimspiel gegen den VfB Hohenems beginnt für den SV Lochau am Samstag (18 Uhr) im Stadion Hoferfeld eine neue Ära. Erstmals schlägt der Aufsteiger in der Regionalliga West auf und bekommt es dabei ausgerechnet mit dem amtierenden Ländle-Meister und VFV-Cupsieger zu tun. Die Gäste aus Hohenems reisen als Favorit an, doch die Leiblachtaler wollen die Euphorie des Aufstiegs mitnehmen und vor eigenem Publikum für eine Überraschung sorgen.
Die Vorfreude rund um den Verein ist groß. Nach einer starken Saison und dem verdienten Aufstieg fiebert ganz Lochau dem ersten Spiel in Österreichs dritthöchster Spielklasse entgegen. Dabei kann die Mannschaft von Trainer Metin Batir durchaus selbstbewusst auftreten. Sechs der vergangenen sieben Heimspiele wurden gewonnen, das Hoferfeld entwickelte sich zuletzt zu einer echten Festung.

„Hohenems ist Favorit. Die Rollen sind klar verteilt. Wir haben aber nichts zu verlieren und wollen zuhause auch etwas mitnehmen“, sagt Coach Metin Batir, der seine Mannschaft ohne Druck in das historische Auftaktspiel schicken kann. Für den Aufstiegstrainer zählt vor allem, dass sein Team mutig auftritt und die Energie der Heimkulisse auf den Platz bringt.
Zusätzlich macht die gelungene Vorbereitung Hoffnung. Lochau gewann sowohl den Leiblachtalcup als auch den IBV-Cup und präsentierte sich in den Tests in guter Verfassung. Mit Torhüter Lukas Kusche steht ein Neuzugang vor seinem ersten Pflichtspiel für die Leiblachtaler. Auch Bojan Avramovic und Danijel Gasovic feiern voraussichtlich ihr Debüt im Lochauer Trikot. Kooperationsspieler Lukas Feuersinger dürfte ebenfalls zum Aufgebot gehören. Hinter den Einsätzen von Fabio Feldkircher, Tarkan Parlak und Maurice Mathis steht hingegen noch ein Fragezeichen.
Auch in Hohenems weiß man, welche Aufgabe zum Saisonauftakt wartet. Trainer Werner Grabherr erwartet trotz der Favoritenrolle einen unangenehmen Abend. „Ein Auswärtsspiel bei einem Aufsteiger mit großer Euphorie macht es enorm schwer für uns. Es ist ein echter erster Gradmesser. Wir wollen aber erfolgreich in die Saison starten“, erklärt der Erfolgscoach.

Vor einer stimmungsvollen Kulisse soll die Euphorie in die neue Liga mitgenommen werden – und vielleicht gelingt dem Außenseiter gleich zum Auftakt eine Überraschung gegen Hohenems. VN-TK



