Co-Trainer übernimmt vorerst die Regie bei Pioneers

Sport / 04.08.2026 • 16:57 Uhr
Co-Trainer Marko Ojanen könnte den Chefposten bei den Pioneers übernehmen. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. (ABR)
Co-Trainer Marko Ojanen könnte den Chefposten bei den Pioneers übernehmen. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. (ABR)ABR

Ein neuer Cheftrainer soll bis zum offiziellen Trainingsauftakt feststehen.

Die ersten Spieler der Pioneers ziehen in der Vorarlberghalle ihre Runden. Das erste offizielle Training findet am 10. August statt. (ABR)
Die ersten Spieler der Pioneers ziehen in der Vorarlberghalle ihre Runden. Das erste offizielle Training findet am 10. August statt. (ABR)ABR

Feldkirch Noch herrscht in der Vorarlberghalle weitgehende Ruhe. Sechs, sieben Pioneers-Spieler ziehen auf dem Eis ihre Runden. Am 10. August steht dann die erste offizielle Trainingseinheit mit der gesamten Mannschaft an. „Roni Allen und Guus van Nes sind bereits vor Ort, die weiteren Importspieler treffen im Laufe der Woche ein“, berichtet Marko Ojanen. Der 53-jährige Finne weilt seit Anfang der Woche im Ländle und hätte ursprünglich die Position des Assistenztrainers übernehmen sollen. Doch nach der kurzfristigen Absage von Head-Coach Janne Grönvall, der die Stelle bei den Feldkirchern aus persönlichen Gründen nicht antritt, könnte aus dem Assistenten der Chef werden. „Noch ist keine Entscheidung gefallen. Bis zum Ende der Woche steht der Trainer fest“, kündigt PIV-Sportdirektor Michael Lampert an.

Viel Erfahrung an der Bande

Ojanen bringt reichlich Erfahrung mit und galt als Wunschkandidat von Grönvall für die Co-Trainer-Position. „Ich freue mich auf mein erstes Engagement außerhalb meiner Heimat“, betont der Eishockeyfachmann. Als Spieler gewann er mit Tampere die Meisterschaft in der höchsten finnischen Liga. Seit bald 20 Jahren arbeitet er in seiner Heimat als Betreuer, sowohl im Nachwuchs als auch bei verschiedenen Erstligateams. Er beschreibt sich als leidenschaftlichen, erfahrenen und analytischen Trainer mit klarem Fokus auf Taktik und individuelle Spielerentwicklung. „Außerdem zeigt er sich typisch finnisch, also er ist eher ruhig“, scherzt PIV-Verteidiger Roni Allen, der mit seinem Landsmann gemeinsam anreiste.

Kompletter Kaderumbruch im Ländle

Für Allen beginnt die dritte Saison bei den Feldkirchern. „Uns steht eine sehr anspruchsvolle Meisterschaft bevor“, glaubt der 27-Jährige. Bei den Pioneers blieb im Frühjahr kein Stein auf dem anderen: Nachdem der Verein Ende März den gesamten Kader freistellte, da Gönner und Präsident Pit Gleich seinen Rückzug erklärt hatte, wendeten die Vereinsverantwortlichen ein drohendes Ligaende doch noch ab. Der aktuelle Kader umfasst zwei Torhüter, sieben Verteidiger und elf Stürmer. „Ich sehe diesen Umbruch auch als Chance. Wir müssen von Anfang an bereit sein“, erklärt Goalie Alex Caffi, der zu den wenigen Spielern gehört, die den Pioneers treu geblieben sind.

Rückkehrer van Nes und Neuzugang Sommer

Mit Guus van Nes kehrt ein bekanntes Gesicht in die Montfortstadt zurück. Der Angreifer, der vor zwei Jahren nach Villach gewechselt war, stürmt wieder für die Oberländer. „Es fühlt sich wie Heimkommen an“, sagt der 29-jährige Niederländer, der um seine Schlüsselrolle weiß. „Als Führungsspieler reißt man die Mannschaft mit, am besten mit Toren“, betont van Nes, der in Kärnten zum verlässlichen Scorer reifte.

Zu einer verlässlichen Stütze soll auch der 24-jährige Leon Sommer werden. Er tritt die Nachfolge von David Madlener im Tor an. Der Oberösterreicher hütete in den vergangenen drei Jahren das Gehäuse der Trinity Western University. „Ich habe dort studiert und ganz normal Eishockey gespielt“, erzählt der Goalie. Bei seinem neuen Verein möchte er durch Einsatzzeiten den nächsten Karriereschritt machen.

Leon Sommer möchte in Feldkirch zum Rückhalt zwischen den Pfosten werden.
Leon Sommer möchte in Feldkirch zum Rückhalt zwischen den Pfosten werden. ABR