Cup-Wahnsinn pur: Favoritenstürze, Viererpack und Elfer-Krimi im Stadtderby

Sport / 09.08.2026 • 17:55 Uhr
Erst im Elferschießen gewann Viktoria Bregenz im Stadtderby. VN-SERRA
Erst im Elferschießen gewann Viktoria Bregenz im Stadtderby. VN-SERRAthomas Knobel

Hatlerdorf schockt Hittisau, Rotenberg siegt und SW Bregenz II erlebt ein Drama.

Schwarzach Auch der zweite Spieltag des 51. Uniqa VFV-Cups hatte alles zu bieten, was den Pokalbewerb so reizvoll macht. Zwar setzten sich größtenteils die höher eingestuften Mannschaften gegen die sogenannten Underdogs durch, doch einige Favoriten erwischte es trotzdem. Zwei Vereine aus der VOL.AT-Eliteliga mussten bereits die Segel streichen, Hatlerdorf sorgte gegen Hittisau für einen Paukenschlag und das Bregenzer Stadtderby wurde erst mit dem zwölften Strafstoß entschieden.

Für eine der größten Überraschungen sorgte Landesligist Hatlerdorf. Gegen den Vorarlbergligisten Hittisau feierten die Dornbirner einen beeindruckenden 6:2-Erfolg. Zum überragenden Mann avancierte Neuzugang Magomed Islamchanow, der gleich vier Treffer erzielte. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte und einem 2:2 zur Pause drehte Hatlerdorf mächtig auf und schoss den höherklassigen Gegner noch klar aus dem Bewerb. Bei Hittisau wurde in der Schlussphase sogar der 42-jährige Brasilianer Thiago de Lima Silva eingewechselt.

Für Nenzing ist der Cup beendet. Im reinen Duell zweier VOL.AT-Eliteligisten setzte sich Rotenberg mit 1:0 durch. Noa Mathis erzielte in der 78. Minute das Goldtor und schoss die Wälder in die nächste Runde.

Das größte Drama lieferte jedoch das Bregenzer Stadtderby. Die SW Bregenz Amateure, verstärkt mit den Profis Damian Maksimovic und Saidu Bangura, lieferten dem zwei Klassen höher spielenden Viktoria Bregenz einen packenden Pokalfight. Merk brachte die Viktoria in Führung, Maksimovic glich in der 75. Minute aus. Nach dem neuerlichen Rückstand durch Peissl rettete Maksimovic die Schwarz-Weißen in der fünften Minute der Nachspielzeit mit dem 2:2 ins Elfmeterschießen.

Viktoria Bregenz Trainer Stefan Maccani durfte sich freuen. VN-SERRA
Viktoria Bregenz Trainer Stefan Maccani durfte sich freuen. VN-SERRAthomas Knobel

Dort wurde das Stadtderby endgültig zum Nervenspiel. Erst der zwölfte Strafstoß brachte die Entscheidung. Die SW Amateure vergaben drei ihrer sechs Versuche, Viktoria zwei. Maksimovic, Fröde und Ipekdal trafen für die Schwarz-Weißen, Hattler, Jussel, Merk und Alkin behielten für Viktoria die Nerven. Damit setzte sich der Favorit mit 4:3 im Elfmeterschießen durch und beendete einen Cup-Sonntag, der in Bregenz bis zur allerletzten Aktion Spannung bot. Hohe Siege gab es für Egg, DSV, Göfis, Fußach und Hörbranz. VN-TK