Drei Minuspunkte weniger – 5000 Euro Ordnungsstrafe bleiben

Sport / 13.08.2026 • 10:10 Uhr
Ordnungsstrafe mit 5000 Euro bleibt, Punkteabzug auf drei Zähler reduziert. APA/Scheriau
Ordnungsstrafe mit 5000 Euro bleibt, Punkteabzug auf drei Zähler reduziert. APA/Scheriauthomas Knobel

Protestkomitee reduziert den Punkteabzug, über die Sperren wird noch beraten.

Bludenz Im Protestverfahren rund um die drastischen Strafen gegen den FC Rätia Bludenz ist eine erste wichtige Entscheidung gefallen. Das Protestkomitee des Fußballverbandes gab dem Einspruch des Meisters der 3. Landesklasse und Aufsteigers in die 2. Landesklasse zumindest teilweise statt. Statt mit sechs Minuspunkten muss Rätia Bludenz die neue Saison 2026/27 nun mit drei Minuspunkten beginnen. Der ursprünglich vom STRUMA verhängte Punkteabzug wurde damit halbiert.

Keine Reduzierung gab es hingegen bei der empfindlichen Geldstrafe gegen den Verein. Die Ordnungsstrafe in Höhe von 5000 Euro wegen des Versagens des Ordnerdienstes wurde vom Protestkomitee bestätigt und bleibt damit in voller Höhe bestehen. Rätia hatte auch gegen diesen Teil des ursprünglichen Urteils Protest eingelegt und eine Reduzierung beziehungsweise Aufhebung verlangt.

Noch keine Entscheidung gibt es hingegen über die besonders langen Sperren gegen vier Spieler von Rätia Bludenz. Dieser Teil des Protestverfahrens wurde vertagt und soll in den nächsten Tagen erneut behandelt werden. Gegen diese außergewöhnlich hohen Sanktionen wehrt sich Rätia weiterhin und hofft in der zweiten Instanz auf eine deutliche Reduzierung oder Aufhebung.

Vor dem Protestkomitee hatten Rätia-Obmann Rene Kurzemann und Rechtsanwalt Hakan Öztürk die Position des Vereins vertreten und die ausgesprochenen Sanktionen als deutlich zu hoch bekämpft. Der Protest hatte nun zumindest beim Punkteabzug einen ersten Erfolg.

Damit steht für den Aufsteiger zumindest fest, mit welcher Hypothek er die neue Meisterschaft in der 2. Landesklasse beginnen muss. Die finanzielle Sanktion von 5000 Euro bleibt ebenfalls bestehen.

Das Protestkomitee wird deshalb bereits in den kommenden Tagen erneut zusammentreten und sich mit den Langzeitsperren beschäftigen. Erst danach steht fest, ob auch bei den persönlichen Strafen Änderungen vorgenommen werden oder ob die Urteile des Straf- und Meldeausschusses bestätigt werden. Die Causa rund um den turbulenten Saisonabschluss zwischen Rätia Bludenz und dem FC Schwarzach ist damit auch nach dem ersten Urteil der zweiten Instanz noch nicht abgeschlossen. VN-TK