Laurentius und die wahren Kirchenschätze

Heimat / 13.08.2026 • 10:57 Uhr
Kaplan Jakob Geier (l.) und der ehemalige Bludenzer Bürgermeister Othmar Kraft (stellvertretender Vorsitzender des Pfarrkirchenrates Bludenz Heilig Kreuz, 3. v. l.) mit Mitgliedern und Freunden der Pfarre.
Kaplan Jakob Geier (l.) und der ehemalige Bludenzer Bürgermeister Othmar Kraft (stellvertretender Vorsitzender des Pfarrkirchenrates Bludenz Heilig Kreuz, 3. v. l.) mit Mitgliedern und Freunden der Pfarre.Gerhard Scopoli

Die Pfarre Bludenz Heilig Kreuz feierte ihren Stadtpatron, den Märtyrer St. Laurentius.

Bludenz Frühabends legte sich neulich der mächtige Klang des dreistimmigen Geläutes der St. Laurentiuskirche über die Stadt Bludenz. Auf Einladung der Pfarre Heilig Kreuz versammelten sich Gläubige im Sakralbauwerk, um ihren Stadtpatron Laurentius zu ehren. Bei dem Heiligen handle es sich um einen römischen Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert, “der diese Kirche beschützt und der uns als seine Gemeinde begleitet – er kann uns zum Vorbild werden”, sagte Kaplan Jakob Geier zu Messbeginn.

Bilderbuchwetter im Städtle: hier die Laurentiuskirche - sie trägt den Namen des Märtyrers Laurentius von Rom, der im dritten Jahrhundert gelebt hat.
Bilderbuchwetter im Städtle: Hier die Laurentiuskirche – sie trägt den Namen des Märtyrers Laurentius von Rom, der im dritten Jahrhundert gelebt hat.Gerhard Scopoli

Laurentius habe den Menschen bis heute etwas zu sagen: “Der eine lebt vom anderen, für sich kann keiner sein.” Die Legende erzählt, dass Kaiser Valerian nach den Schätzen der Kirche verlangt hatte. Der Diakon Laurentius als Schatzmeister sollte sie herausgeben, verteilte das gesamte Vermögen jedoch unter den Armen und Bedürftigen von Rom. Dann zeigte er dem Kaiser die Armen und sagte: Das sind die Schätze der Kirche. “Ein starkes Bild, denn normalerweise denken wir bei den Schätzen einer Kirche vielleicht an die kostbaren Kelche, schöne Gewänder und wertvolle Kunstwerke”, erklärte der Kaplan.

Am Laurentiusfest in der Pfarre Bludenz Heilig Kreuz spielte das Wetter auch in diesem Jahr mit.
Am Laurentiusfest in der Pfarre Bludenz Heilig Kreuz spielte das Wetter auch in diesem Jahr mit.Gerhard Scopoli

Der eigentliche Schatz der Kirche seien die Menschen: “jene, die Hilfe brauchen, und jene, die heute in St. Laurentius sitzen. Die Pfarrgemeinde lebe davon, dass Menschen etwas von sich geben: ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Fähigkeiten. ‚Aus vielen kleinen Samenkörnern wächst Gemeinde‘”, sagte Jakob Geier. Nach der Messfeier lud die Pfarre zur Agape am Kirchplatz der St. Laurentiuskirche. SCO

Der ehemalige Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Werner Schwarz (l.) mit Freunden der Laurentiuskirche.
Der ehemalige Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Werner Schwarz (l.) mit Freunden der Laurentiuskirche.Gerhard Scopoli
Blick zur Laurentiuskirche über den Dächern der Alpenstadt.
Blick zur Laurentiuskirche über den Dächern der Alpenstadt.Gerhard Scopoli
Kornelia und Günter Batlogg sowie Renate Manahl
Kornelia und Günter Batlogg sowie Renate ManahlGerhard Scopoli
Kaplan Jakob Geier begrüßt treue Besucherinnen und Besucher der Patroziniumsfeier - rechts im Vordergrund: Herlinde Burtscher.
Kaplan Jakob Geier begrüßt treue Besucherinnen und Besucher der Patroziniumsfeier – rechts im Vordergrund: Herlinde Burtscher.Gerhard Scopoli
Der ehemalige Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Werner Schwarz in bester Gesellschaft.
Der ehemalige Bludenzer Bezirksfeuerwehrinspektor Werner Schwarz in bester Gesellschaft.Gerhard Scopoli