Laurentius und die wahren Kirchenschätze

Die Pfarre Bludenz Heilig Kreuz feierte ihren Stadtpatron, den Märtyrer St. Laurentius.
Bludenz Frühabends legte sich neulich der mächtige Klang des dreistimmigen Geläutes der St. Laurentiuskirche über die Stadt Bludenz. Auf Einladung der Pfarre Heilig Kreuz versammelten sich Gläubige im Sakralbauwerk, um ihren Stadtpatron Laurentius zu ehren. Bei dem Heiligen handle es sich um einen römischen Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert, “der diese Kirche beschützt und der uns als seine Gemeinde begleitet – er kann uns zum Vorbild werden”, sagte Kaplan Jakob Geier zu Messbeginn.

Laurentius habe den Menschen bis heute etwas zu sagen: “Der eine lebt vom anderen, für sich kann keiner sein.” Die Legende erzählt, dass Kaiser Valerian nach den Schätzen der Kirche verlangt hatte. Der Diakon Laurentius als Schatzmeister sollte sie herausgeben, verteilte das gesamte Vermögen jedoch unter den Armen und Bedürftigen von Rom. Dann zeigte er dem Kaiser die Armen und sagte: Das sind die Schätze der Kirche. “Ein starkes Bild, denn normalerweise denken wir bei den Schätzen einer Kirche vielleicht an die kostbaren Kelche, schöne Gewänder und wertvolle Kunstwerke”, erklärte der Kaplan.

Der eigentliche Schatz der Kirche seien die Menschen: “jene, die Hilfe brauchen, und jene, die heute in St. Laurentius sitzen. Die Pfarrgemeinde lebe davon, dass Menschen etwas von sich geben: ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Fähigkeiten. ‚Aus vielen kleinen Samenkörnern wächst Gemeinde‘”, sagte Jakob Geier. Nach der Messfeier lud die Pfarre zur Agape am Kirchplatz der St. Laurentiuskirche. SCO




