Viel Aufwand für Rankweiler Freiluftkino

Blick hinter die Kulissen von “Filme unter Sternen” bringt viel Interessantes.
Rankweil “Wir wollen ein möglichst gutes Kinoerlebnis bieten”, stellte “Altes Kino Rankweil”-Obmann Michael Mathis am zweiten Abend der 28. Auflage von “Filme unter Sternen” gegenüber der VN Heimat fest. Er und andere Ehrenamtliche waren nach Abspielen des ersten Films bis 2.15 Uhr damit beschäftigt, den alle paar Jahre kommenden Spezialisten zu unterstützen. Der säubert die Linse der Projektoren (einer im Alten Kino, einer im Technik-Container auf dem Marktplatz) und sorgt mit Hilfe eines speziellen Messgeräts dafür, dass die Farben durchmischt und neu kalibriert werden.

Die Leinwand ist im sogenannten “Flat-Format” ausgeführt und ebenso wie der Rahmen für sie eine Spezialanfertigung des Kunst- und Kulturprojekte als Veranstaltungstechniker betreuenden Martin Beck. Damit sie nicht durch Windböen beschädigt wird, muss die Leinwand jeden Abend wie ein Segel eingeholt und vor dem nächsten Film wieder aufgezogen werden. Zuständig dafür ist Andreas Graber vom Gebäudemanagement der als Sponsor fungierenden Marktgemeinde Rankweil. Unterstützer sind weiters “Herbert’s Dorfmetzg”, Weinhändler Thomas Würbel sowie die Gastronomiebetriebe “Hörnlingen”, “Taube” und Rankweiler Hof. Drei Gutscheine für Wirtshauskonsumationen werden jeden Abend mit einem Zufallsgenerator unter den Besucher:innen verlost. AME

Welche organisatorischen und technischen Herausforderungen die Großveranstaltung mit sich bringt, erfuhren Mitglieder des “Alten Kino Club” bei einem Blick hinter die Kulissen am zweiten Abend. Sie haben durch einen gut leistbaren Jahresbeitrag eine Reihe von Vorteilen: Ermäßigung bei Veranstaltungen, Wegfall von Vorverkaufsgebühren, Zusendung des aktuellen Kinoprogramms und der Programme anderer Veranstaltungsreihen, Reservierungen über Mail sowie für sie organisierte Treffen.

GF Katharina Leissing begrüßte die Clubmitglieder und betonte, dass das “Alte Kino Rankweil” ohne viel ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würde. Beim Freiluft-Filmfestival beginnt es mit der Auswahl der Filme durch ein sechsköpfiges Team von Ehrenamtlichen, die viele Trailer und Filme ansehen und sich “vier, fünf, sechs Mal im Jahr treffen”. Eine Besonderheit ist der Streifen “Astronaut”, den das Team der “Offenen Jugendarbeit” in den Semester- und Osterferien ausgesucht hat. “Wir wollen die Jungen ins Boot holen und versuchen, für verschiedene Generationen etwas zu bieten”, erklärte Leissing.

Die Geschäftsführerin stellte dann Kassier und “Mädchen für alles” Walter Höller vor, der auf die Herausforderungen der Gastronomie einging. “Wir wissen nicht, wie das Wetter wird und können deshalb keine allzu große Speisenvielfalt anbieten. Schwieriger wird es auch dadurch, dass manche Lieferanten nur noch einmal wöchentlich liefern. Noch dazu konsumieren die Besucher:innen auch bei ähnlichen Wetterlagen unterschiedlich viel. Mit der Produktion von Eiswürfeln muss das Team früh anfangen, weil nur zwei Maschinen zur Verfügung stehen. Apropos Eiswürfel: Einen davon brauchte eine Besucherin zur Linderung eines Wespenstiches.

Über technische Voraussetzungen und Abläufe informierten vor Ort Obmann Mathis und Christian Gehring. Letzterer hat das Abspielen der Filme von seinem Vater Herbert übernommen, der als Filmvorführer eine Legende war. Nicht für alle Filme gibt es eine Freiluftlizenz, die Preise hängen teils von den Besucherzahlen ab. Bild und Ton kommen als digitalisierte Daten auf einer Festplatte oder über eine Mail. AME











