So reagiert Altach auf die Ingolitsch-Aussagen

Sturm-Trainer Ingolitsch bestätigte den Kontakt zu Massombo. Man prüfe weitere Schritte.
Graz Das beherrschende Thema bei der 0:1-Niederlage des SCR Altach beim SK Sturm war nicht das Spiel an sich – sondern die Causa Yann Massombo. Der 26-Jährige fehlte beim Spiel, nachdem er sich kurz vor der Abfahrt am Freitag geweigert hatte, die Reise nach Graz mitzumachen. Hintergrund dieser Entscheidung: Der SK Sturm soll den Spieler kontaktiert haben, und an einem Transfer von Massombo nach Graz gebastelt haben. Das wiederum sorgte für starke Verstimmungen im Altacher Lager, aus dem harsche Kritik an Sturm-Coach Fabio Ingolitsch laut wurde. Dieser soll mit Massombo in Kontakt gestanden haben, was Ingolitsch auch bestätigte. “Ich habe die letzten Tage nicht nur mit Yann Massombo gesprochen, sondern wir haben mit sehr vielen Spielern gesprochen. Weil wir aktiv auf der Suche sind nach einem Nachfolger für zwei Positionen.” Konkret soll Massombo als Nachfolger für den zu Standard Lüttich gewechselten Ryan Fosso interessant sein.
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Was Altach vor allem sauer aufstieß, war der mutmaßliche Zeitpunkt des Letztkontakts: So soll Ingolitsch (der Massombo aus seinen Altacher Zeiten natürlich gut kennt) – wie Sportdirektor Philipp Netzer und Trainer Ognjen Zaric durchblicken ließen – Massombo am Freitagvormittag telefonisch kontaktiert haben. Zaric sprach von “ethisch-moralisch nicht nachvollziehbarem Verhalten”, Netzer nannte es “erschreckend”. Ingolitsch selbst ließ den konkreten Vorwurf unkommentiert, und sprach generell von normalen Prozessen in einem Transferfenster.
Am Sonntagnachmittag reagierte der SCR Altach mit einem Statement. “Der SCR Altach hat die Äußerungen des SK Sturm Graz Trainers nach dem gestrigen Spiel zur Kenntnis genommen. Diese bestätigen, dass ein Kontakt des SK Sturm Graz zu Spieler Yann Massombo stattgefunden hat. Zudem gibt es noch weitere Fakten, die dies bestätigen. Vor diesem Hintergrund sieht sich der Verein dazu veranlasst, weitere Schritte zu prüfen”, hieß es darin.
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Wie bereits in einem ersten Statement am Freitag wurde noch einmal betont: “Der Verein wurde zu keiner Zeit über stattfindende Gespräche informiert.” Das ist insbesondere interessant, weil die Regularien der FIFA vorsehen, dass ein interessierter Klub den aktuellen Klub eines Spielers erst schriftlich informieren muss, bevor er mit diesem verhandeln darf. “Ein Verstoß gegen diese Bestimmung zieht angemessene Sanktionen nach sich”, heißt es dort.
In Altach hat Massombo noch einen Vertrag bis Sommer 2027, der zudem ein Option auf ein weiteres Jahr beinhaltet. Ein Verbleib im Ländle erscheint nach den vergangenen Tagen jedoch unwahrscheinlich. “Die weitere Vorgehensweise und insbesondere der arbeitsrechtliche Umgang mit dem Spieler werden derzeit noch intern geprüft”, heißt es von seinem Klub. Zu weiteren Details werde man sich zu gegebener Zeit äußern.