Der Kader bricht weg: Jetzt wird die Lage im Abstiegskampf dramatisch

Niederlagen in Tirol, kein erster Sieg und noch mehr Ausfälle: Lage eskaliert.
Wolfurt Für die beiden Hofsteigklubs aus der Westliga war der vierte Spieltag keiner, der Mut machte. Beide Mannschaften mussten sich bei ihren Auswärtsspielen in Tirol geschlagen geben. Während ein Klub weiter auf den ersten Saisonsieg wartet, wird die Situation beim anderen vor allem personell immer schwieriger.
Besonders hart trifft es derzeit die Mannschaft aus Wolfurt. Beim 1:5 bei den WSG Tirol Juniors hielt sie eine Halbzeit lang gut mit. Nach dem frühen 0:1 gelang durch Bolkart der Ausgleich, mit 1:1 ging es in die Pause. Nach Seitenwechsel fiel die Partie jedoch auseinander. Radovanovic, Neuner sowie ein Doppelpack von Plattner sorgten für die deutliche Niederlage.
Noch schwerer als das Ergebnis wiegen die nächsten Ausfälle. Brustolin musste mit einem Muskelfaserriss vom Feld, Kalb schied wegen Achillessehnenproblemen aus. Beide Spieler werden wochenlang fehlen. Valerio Petrovic stand aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung.
Schon vor der Partie war die Situation angespannt. Lediglich vier Ersatzspieler standen auf der Bank. Sogar Tormanntrainer und Sportchef Markus Müller nahm mit 50 Jahren als Reserve Platz. Ein Bild, das deutlich macht, wie dünn der Kader inzwischen geworden ist. Özdemir, Geley und Troy fehlen bis zum Frühjahr 2027. Trainer Jürgen Maccani muss deshalb mit einem Kader arbeiten, der kein Spielraum mehr lässt. Verstärkt werden muss nun mit Spielern aus der 1b, die derzeit in der 2. Landesklasse im Einsatz sind. Die Entwicklung ist für den Tabellenelften alarmierend. Die personellen Möglichkeiten werden immer kleiner. Jeder weitere Ausfall trifft doppelt schwer.

Auch Lauterach ging in Tirol leer aus. In Kitzbühel setzte es eine 2:4-Niederlage. Aras brachte die Kristo-Elf bereits in der vierten Minute in Führung, Notdurfter glich wenig später aus. Nach der neuerlichen Führung der Gastgeber brachte Grabic seine Mannschaft noch einmal zurück ins Spiel, ehe Lauf und Krimbacher die Partie entschieden.
Damit bleibt der erste Saisonsieg von Lauterach weiter aus. Beim anderen Klub Wolfurt geht der Blick hingegen längst auf die Frage, wer überhaupt noch zur Verfügung steht. Die kommenden Wochen werden für beide Mannschaften zur Bewährungsprobe – für einen der beiden jedoch zunehmend auch zu einem Kampf gegen die eigene Personalnot. VN-TK
