Lauteracher Blamage: 18 Elfmeter besiegeln bitteres Cup-Aus

Großwalsertal sorgt für Sensation – Regionalligist scheitert beim VL-Letzten.
Sonntag 18 Elfmeter, ein vergebener Strafstoß in der regulären Spielzeit und am Ende ein historischer Triumph des Außenseiters: Die SPG Großwalsertal hat den zwei Klassen höher spielenden FC Lauterach im Achtelfinale des VFV-Cups eliminiert. Nach dem 1:1 in der regulären Spielzeit setzte sich das Tabellenschlusslicht der Vorarlbergliga im Elfmeterschießen mit 7:6 durch und steht erstmals unter den besten acht Klubs des Landes.

Für Lauterach ist das Ausscheiden eine bittere Blamage und die nächste Enttäuschung in einer bislang völlig verkorksten Saison. Der Regionalligist hält nach fünf Meisterschaftsspielen bei lediglich einem Punkt und liegt auf dem vorletzten Tabellenplatz. Schon im Frühjahr klang eine Horrorsaison aus, nun verläuft der angekündigte Umbruch alles andere als nach Plan.
Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Ivan Kristo die Partie in Sonntag nach eigener Einschätzung lange im Griff. „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und haben ein unnötiges Gegentor bekommen“, zeigte sich Kristo nach dem Ausscheiden enttäuscht. Lauterach ging nach der Pause durch Matkovic (61.) in Führung und schien seiner Favoritenrolle gerecht zu werden.

Doch Großwalsertal wehrte sich mit allem, was der Vorarlbergligist aufzubieten hatte. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand gelang Maximilian Burtscher (67.) der Ausgleich. Damit war die Partie wieder offen. Lauterach bekam sogar die große Möglichkeit, noch in der regulären Spielzeit für die Entscheidung zu sorgen, doch Canazlar scheiterte kurz vor Spielende vom Elferpunkt.
So ging der Cup-Krimi in die Entscheidung vom Punkt. Und dort wurde es richtig dramatisch: Insgesamt 18 Strafstöße waren notwendig, ehe der Viertelfinalist feststand. Für Großwalsertal verwandelten Dünser, Domig, Michael Müller, Jenny, Patrick Müller, Schwarzmann und Patocka. Zwei Schützen des Außenseiters vergaben.
Auf Lauteracher Seite trafen Matkovic, Sensoy, Aras, Zerlauth, Dietrich und Tas. Drei weitere Akteure brachten ihre Elfmeter nicht im Tor unter. Damit war die Sensation perfekt.
Dabei läuft es auch beim Sensationssieger in der Meisterschaft alles andere als nach Wunsch. Großwalsertal ist nach drei Niederlagen aus den ersten drei Spielen ohne Punkt und einem Torverhältnis von 1:12 Tabellenletzter der Vorarlbergliga. Umso größer ist die Bedeutung dieses Cup-Coups gegen einen zwei Klassen höher spielenden Gegner. VN-TK