Podest-Coup beim Ötztaler krönt eine unglaubliche Saison

Heimat / 02.09.2026 • 13:27 Uhr
Melanie Geiger fuhr beim Ötztaler Radmarathon auf das Podest. PRIVAT
Melanie Geiger fuhr beim Ötztaler Radmarathon auf das Podest. PRIVAT

Siege, Streckenrekord und Bergwertungen – nun schrieb sie Radsport-Geschichte.

Göfis Für Melanie Geiger ist der Ötztaler Radmarathon diesmal mit einem besonderen Erfolg zu Ende gegangen. Die Göfnerin und Hobbyradsportlerin erreichte in ihrer Altersklasse den dritten Platz und feierte damit den bislang größten Erfolg ihrer sportlichen Karriere. Nach zwei Teilnahmen, die wegen Magenproblemen nicht nach Wunsch verlaufen waren, stimmte diesmal das Gesamtpaket.

„Überwältigend. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles in Worte fassen soll“, erklärt Geiger nach dem Rennen den Vorarlberger Nachrichten. Den Ötztaler zu bewältigen, sei bereits für sich etwas ganz Besonderes. „Aber dann auch noch aufs Podest zu fahren und den 3. Platz mitzunehmen, ist der bisher größte Erfolg meiner sportlichen Karriere.“

Letzte Kurve und der sensationelle Dritte Rang ist perfekt. PRIVAT
Letzte Kurve und der sensationelle Dritte Rang ist perfekt.

Dass die Form für das Saisonhighlight passt, hatte die vergangene Saisonhälfte bereits eindrucksvoll gezeigt. Geiger sammelte drei Siege und einen zweiten Platz bei Radmarathons und feierte darüber hinaus weitere Erfolge und Podestplätze bei Bergrennen. Zu ihren Höhepunkten zählten unter anderem Siege beim Pfänderennen, beim 3-Länder-Giro in Nauders, beim Engadiner Radmarathon, beim Arlberg Giro und beim Kriterium Rankweil. Beim Pfänderennen stellte sie zudem einen Streckenrekord auf, in Nauders holte sie die Bergwertung, beim Engadiner Radmarathon wurde sie Bergkönigin.

Auch bei weiteren großen Rennen zeigte die Göfnerin konstant starke Leistungen. Beim Mendlerrace/I und beim Imster Radmarathon belegte sie jeweils den zweiten Platz und war damit zugleich beste Österreicherin. Beim Glocknerkönig kam ebenfalls Rang zwei in der ersten Altersklasse hinzu. Der Podestplatz beim Ötztaler ist nun der nächste und wohl emotionalste Baustein in dieser außergewöhnlichen Saison.

Für Geiger hat der Erfolg auch mit Veränderungen in der Vorbereitung zu tun. Im Winter wechselte sie den Trainer und stellte gleichzeitig ihre Ernährung während der Rennen und im Training grundlegend um. Die neue Strategie wurde nicht erst beim Wettkampf eingesetzt, sondern bereits im Training konsequent erprobt. „Und das hat einen riesigen Unterschied gemacht“, erklärt sie.

Beim Ötztaler selbst habe schließlich alles zusammengepasst. „Es hat einfach alles gepasst: die Form, das Wetter, die mentale Stärke, das Material und natürlich auch die Verpflegung während des Rennens.“ Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten ihr Mann und ihr Team „Lexxi Racing“, die Geiger direkt auf der Strecke mit Verpflegung versorgten.

Sieg beim Arlberg Giro. PRIVAT
Sieg beim Arlberg Giro.

Nun bleibt zunächst Zeit, den besonderen Moment zu genießen. „Ich genieße gerade jeden einzelnen Moment und sauge das alles einfach auf“, sagt die Radsportlerin. Nach den Rückschlägen bei den vergangenen Teilnahmen ist Platz drei beim Ötztaler damit weit mehr als eine weitere Podestplatzierung. Für Melanie Geiger ist es der bislang größte sportliche Erfolg – und der krönende Abschluss einer Saison, die schon davor deutlich besser verlaufen war, als sie selbst erwartet hatte. VN-TK