Erfolgsduo startet die nächste Gold-Mission

Wegen Feursteins Verletzung spielt Patrick Schnetzer bei Radball-WM wieder mit Markus Bröll.
Dornbirn Patrick Schnetzer und Markus Bröll greifen wieder gemeinsam an. Beim Weltcupturnier in Großkoschen bereitet sich das Vorarlberger Erfolgsduo auf die Radball-WM im Oktober vor – mit einem klaren Ziel: Der WM-Titel soll zurück ins Ländle.


Am Samstag steht für die Radballer das fünfte von sieben Qualifikationsturnieren des UCI-Weltcups auf dem Programm. Im brandenburgischen Großkoschen absolviert Schnetzer seinen zweiten von drei geplanten Einsätzen in der Weltcup-Qualifikation. Dabei muss der 32-Jährige weiterhin improvisieren: Sein Standardpartner Stefan Feurstein fällt seit dem Weltcupfinale im vergangenen Dezember wegen einer Schulterverletzung aus.

Für Schnetzer bedeutet das zugleich die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. An seiner Seite steht erneut Markus Bröll. Der 39-Jährige hatte seine aktive Karriere eigentlich bereits im Dezember 2019 beendet, ist nun aber einmal mehr als verlässlicher Backup gefragt.
Ein Duo mit beeindruckender Vergangenheit
Schnetzer und Bröll verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Zwischen 2013 und 2019 holten die beiden sechs WM-Titel und triumphierten sechsmal beim Weltcupfinale, zuletzt 2019. Dass die Abstimmung auch Jahre später noch funktioniert, bewiesen die Dornbirner bereits im Juni dieses Jahres. Bei Brölls erstem Comeback 2026 sicherten sie sich ihren siebten gemeinsamen Europameistertitel.

Auch in der internen ÖRV-Qualifikation ließen Schnetzer und Bröll keine Zweifel aufkommen. Mit 15 Siegen aus ebenso vielen Spielen und einem Torverhältnis von 144:26 sicherten sie sich souverän den österreichischen Startplatz für die Weltmeisterschaft.

Damit ist klar: Bei den UCI Indoor Cycling World Championships vom 16. bis 18. Oktober im britischen Derby werden die beiden erneut gemeinsam um die Medaillen kämpfen. „Aufgrund der langwierigen Verletzung von Stefan haben wir im August entschieden, dass ich mit Markus die WM spielen werde“, erklärt Schnetzer. Wie es danach weitergeht, hängt vom Heilungsverlauf Feursteins ab.

Feursteins Rückkehr bleibt offen
Sollte sein Standardpartner rechtzeitig wieder einsatzfähig sein, könnte Schnetzer noch in dieser Weltcup-Saison zu Feurstein zurückkehren. „Je nachdem, ob Stefan wieder fit wird, könnte es sein, dass ich mit ihm das Weltcupturnier Ende November in Mosnang und anschließend das Finalturnier am 12. Dezember in Sulgen bestreite. Ob dies möglich ist, wird sich zeigen. Vorerst gilt die volle Konzentration der WM.“
An der sportlichen Zielsetzung ändert das Hin und Her auf der Partnerposition nichts. Schnetzer will in Derby wieder ganz nach oben. Nach Bronze und Silber bei den vergangenen beiden UCI-Championaten fehlt ihm zuletzt nur noch die höchste Stufe auf dem Podest.


„Das UCI-Trikot des Weltmeisters soll zurück ins Ländle. Nach der Bronzenen 2023 und den Silbernen bei den letzten beiden UCI-Championaten wollen wir die WM-Krone holen“, sagt Schnetzer.
Für den 32-Jährigen wäre es bereits die neunte WM-Goldmedaille. Und ausgerechnet mit jenem Mann an seiner Seite, mit dem er über Jahre den internationalen Radball geprägt hat, könnte nun ein weiteres Kapitel dieser Erfolgsgeschichte entstehen.