Leserbrief: Hitzewellen und Trinkwasserknappheit sind zukunftsbestimmend

Wer diese von 99 Prozent der weltweiten Klimawissenschaftler aufgezeigten Umweltprobleme nach dem heurigen Hitzesommer immer noch nicht wirklich ernst nimmt oder gar bezweifelt (teilweise FPÖ-Politiker), stellt sich gegen eine auch für kommende Generationen unbedingt notwendige menschen- und tiergerechte Lebenswelt. Dies muss deutlich gesagt werden. Wer sich diesbezüglich informieren will, kann es fast täglich in TV-Sendungen wie TerraX, Prof. Lesch oder Wissenschaftsdiskussionen tun, und zwar richtiger als auf Handy-Infos wie TikTok und Ähnlichem. Z.B. das „Herunterrechnen“ des weltweiten CO2-Ausstoßes auf das kleine Österreich mit 0,2 Prozent Anteil ist falsch, da Europa von der Klimaerwärmung am allermeisten betroffen ist. Darum sollte Österreich bei allen Technologien, die der Reduktion von Treibhausgasen dienen, ein geförderter „Vorreiter“ sein, da dies neue Arbeitsplätze mit zukunftsfähigen Exportchancen schaffen könnte. Deutlich besser, als viel Geld für EU-Strafzahlungen für Emissionsüberschreitungen aufzuwenden. Für einen auch künftig „gesunden“ Grundwasserhaushalt wäre eine Reduzierung unserer „extremen“ Bodenversiegelung in letzter Zeit unbedingt notwendig. Im kleinen Vorarlberg ist nämlich laut Zeitungsbericht mit 100 Quadratkilometern eine Fläche so groß wie unsere Landeshauptstadt bereits versiegelt, davon ein Drittel für Straßenverkehrsflächen. Guter Klimaschutz ist Landwirtschafts-, Wirtschafts- und Sozialpolitik zugleich. Leider hat Naturschutz sowohl im Bund als auch im Ländle keine Lobby, und daher fehlt offensichtlich die gebührende Wertschätzung.
Egon Troy, Fußach