Mit einem Lächeln in die Pension

Angehende Pensionisten informierten sich in Batschuns zum Gelingen des Übergangs.
zwischenwasser Im Bildungshaus Batschuns kamen kürzlich 30 angehende Pensionisten zusammen, um den Übergang in die Pension bestmöglich vorzubereiten. Auf den sogenannten Pensionsschock oder die Hängematte hatten sie keine Lust, sondern waren auf Sinnsuche und gespannt auf neue Abenteuer. Als Teilnehmer eines Lehrgangs mit insgesamt acht Modulen und vier Vorträgen, angeboten vom Verein „Ziemlich beste Jahre“, wollten sie auf Menschen treffen, die bereits eine Sinn stiftende Aufgabe im ehrenamtlichen Engagement gefunden haben. Zunächst hörten sie den Vortrag von Kriemhild Büchel-Kappeller: „Vom guten Leben: Schätze, die man nicht kaufen kann“. Danach kamen Vertreter von 21 ehrenamtlichen Organisationen hinzu. Jede hatte eine Minute Zeit, sich vorzustellen.


Die Spannweite des ehrenamtlichen Engagements reichte vom Bewährungshelfer, Sozialpaten, Kriseninterventionshelfer, Plauderpartner, Energiesparberater bis zum Schriftführer. Caritas war zudem mit Lerncafés, Hospiz, Assistent und Teilhabe, Flüchtlingshilfe u.a. dabei.

Ergänzt wurde dieses Potpourri durch den Sozialverein Zeitpolster mit dem Alleinstellungsmerkmal der Zeitgutschrift für geleistete Betreuungsstunden und KiB, einer Organisation, die mit Notfall-Mamas und -Papas im Krankheitsfall die Betreuung von Kindern übernimmt. Der Lehrgang wird von einigen Arbeitgebern anteilig bezahlt. Mitarbeiter dieser Unternehmen nutzten dieses Angebot gerne. Vertreten waren Doppelmayr, Land Vorarlberg, Bildungsdirektion für Vorarlberg, Gebrüder Weiss, Caritas, Radiologie Bregenz, Link 7, omicron, WKV. Für das Zusammentreffen der Lehrgangsteilnehmer mit den ehrenamtlichen Helfern lud der Veranstalter zum Speed Dating. Jeweils sieben Minuten wurden Gespräche geführt. Dann kamen neue Gesprächspartner ins Spiel.

Nach dem Motiv für die Teilnahme befragt, sagte Raimund Fink, dass ihn das Speed Dating interessiert. Das sei in einem derartigen Lehrgang ein neues Gesprächsformat. Thomas Forster freut sich, die ehrenamtlichen Institutionen kennenzulernen und erhofft sich „eine sinnvolle Tätigkeit im Pensionsalter zu finden“. Elisabeth Schneider ist mit 57 Jahren die Jüngste und an rechtlichen Fragestellungen interessiert. Birgit Plankel hat fast alle Module besucht und ist zu dem Schluss gekommen, „dass es für Frauen leichter ist, in Pension zu gehen“.
Martin Zech hat den Lehrgang 2025 gemacht und war so begeistert, dass er eine Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater begonnen hat. In dieser Funktion will er für Menschen in akuter Krisensituation da sein.

Martin Pfanner, Omicron, und Thomas Dür, Doppelmayr, sind überzeugt: „Es ist Firmen wichtig, dass Pensionisten im Kontakt mit ihnen bleiben und gut über das Unternehmen sprechen. So bekommt man gute Leute als Nachfolger“. Gertraud Burtscher vom Bildungshaus kümmert sich an diesem Tag sowohl um die Lehrgangsteilnehmer als auch um die Vertreter der Organisationen. Die 55 jährige ist seit 14,5 Jahren als Bildungsreferentin in Batschuns zuständig für Persönlichkeitsbildung. Aus Sicht des Ehrenamtes hat Anja Rothe, Caritas Energiespar-Check, ein besonders spannendes Projekt im Gepäck. Sie berichtet von der Ausbildung zum Berater betreffend Energiesparen. „Das Projekt hilft armutsgefährdeten Menschen, Energiefresser zu finden und so Geld zu sparen“. Das Angebot sinnvoller Aufgaben für die Zeit nach dem Berufsleben könnte nicht bunter dargestellt werden als an diesem Tag in Batschuns. GIS