Ausgezeichnete Montafoner Baukultur

Stand Montafon und Heimatschutzverein zeichnen vier Objekte als Montafoner Baukultur aus.
Schruns Vier besondere Objekte der Montafoner Baugeschichte stehen 2026 im Mittelpunkt der Auszeichnung “Montafoner Baukultur”. Bei einem kleinen Festakt in der Alpin Sport Zentrale in Schruns wurden heuer die Alte Krone, das Haus Borger und das Josefsheim sowie die Siedlung Kaltenbrunnen mit der Kennzeichnung “Montafoner Baukultur” gewürdigt.

Seit 2015 zeichnet der Stand Montafon gemeinsam mit dem Heimatschutzverein Montafon wertvolle historische Gebäude aus. Im Mittelpunkt stehen Gebäude, die in gutem Zustand erhalten, behutsam weiterentwickelt oder fachgerecht restauriert wurden. Die Bandbreite reicht dabei von Wohn- und Landwirtschaftsgebäuden über touristisch genutzte Objekte bis hin zu Bauten der Wasser- und Energiewirtschaft.

“Alte Gebäude erzählen viel über das Montafon, über die Menschen, die hier gelebt und gearbeitet haben, und über die Entwicklung unserer Talschaft. Umso wichtiger ist es, dass Eigentümerinnen und Eigentümer Verantwortung übernehmen und diese wertvolle Bausubstanz erhalten. Mit dieser Auszeichnung möchten wir genau dieses Engagement sichtbar machen und Danke sagen”, betont Standesrepräsentant Bürgermeister Daniel Sandrell.

Vier besondere Beispiele
Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an Gerhard Maier für die Alte Krone in Vandans, an Bettina Beyweiss-Giesriegl für das Haus Borger in Schruns, an die Silvretta Montafon, vertreten durch Christian Pfister und Martin Oberhammer, für das Josefsheim in Schruns sowie an die illwerke vkw AG, vertreten durch Harald Feldkircher, für die Siedlung Kaltenbrunnen in Bartholomäberg/Schruns.




Dass historische Gebäude weit mehr sind als schöne alte Bausubstanz, hob auch Christoph Walser von den Montafoner Museen hervor: “Die Montafoner Kulturlandschaft und Baukultur sind Teil unserer Wurzeln, Heimat und DNA. Die Baukultur erzählt Geschichte vor Ort. An einem Gebäude können wir ablesen, wie Menschen gewohnt und gearbeitet haben und wie sich das Montafon über Generationen verändert hat. Wenn solche Gebäude erhalten und sinnvoll weitergenutzt werden, bleibt Geschichte lebendig und wird auch für kommende Generationen verständlich.”

“Engagement verdient Anerkennung”
Welche Objekte die Kennzeichnung “Montafoner Baukultur” erhalten, entscheidet eine Fachjury. Ihr gehören Barbara Keiler vom Bundesdenkmalamt – Abteilung für Vorarlberg, Verena Jakoubek-Konrad vom vai Vorarlberger Architektur Institut, Bauforscher Raimund Rhomberg und Architekt Thomas Mennel an. “Mit der Kennzeichnung wollen wir nicht nur besondere Gebäude würdigen. Vor allem geht es um die Menschen und Institutionen dahinter, die mit großem persönlichen, organisatorischen und finanziellen Einsatz dafür sorgen, dass diese Gebäude erhalten bleiben”, so Standessekretär Bernhard Maier bei seiner Moderation. “Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient öffentliche Anerkennung.” Die Auszeichnung wird direkt am jeweiligen Gebäude durch das angebrachte Signet “Montafoner Baukultur” sichtbar. Damit soll das baukulturelle Erbe des Montafons auch im Alltag stärker ins Bewusstsein von Einheimischen und Gästen gerückt werden.

Seit dem Start der Initiative im Jahr 2015 wurden zahlreiche Gebäude aus der gesamten Talschaft als “Montafoner Baukultur” gekennzeichnet. Sie zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie historische Bausubstanz bewahrt, gepflegt und gleichzeitig zeitgemäß genutzt werden kann. MEZ
Weitere Informationen sowie einen Überblick über die bisher ausgezeichneten Objekte: www.montafoner-baukultur.at.



