Nach 60 Spielen ist Schluss: Wolfurt startet mit neuem Coach

Regionalliga / 25.09.2026 • 17:00 Uhr
Jürgen Maccani ist nicht mehr Wolfurt-Trainer. VN-Stiplovsek
Jürgen Maccani ist nicht mehr Wolfurt-Trainer. VN-Stiplovsek thomas Knobel

Nach etwas mehr als zwei Jahren endet eine Ära, ein Interimstrainer ist bereit.

Wolfurt Nach etwas mehr als zwei Jahren ist die Zusammenarbeit zwischen Jürgen Maccani und dem RLW-Klub FC Wolfurt beendet. Der 45-Jährige ist nicht mehr Trainer der Hofsteiger. Beim Auswärtsspiel am Samstag um 17 Uhr in Fügen in Tirol wird sein bisheriger Co-Trainer Radisa Vucenovic interimsmäßig die Mannschaft betreuen. Damit beginnt für Wolfurt nach 60 Meisterschaftsspielen unter Maccani ein neues Kapitel.

Exakt 60-mal nahm der Coach bei einem Pflichtspiel der Meisterschaft auf der Betreuerbank am Sportplatz an der Ach Platz. 29 Siege, fünf Remis und 26 Niederlagen stehen in seiner Amtszeit zu Buche. Das Torverhältnis lautet 117:104. Vor allem mit dem Weg zurück in die dritthöchste Spielklasse ist sein Name eng verbunden.

Amtszeit von Jürgen Maccani in Wolfurt ist zu Ende. VN-Serra
Amtszeit von Jürgen Maccani in Wolfurt ist zu Ende. VN-Serra thomas Knobel

Maccani führte Wolfurt in seiner ersten Saison auf den fünften Tabellenplatz der Eliteliga. Ein Jahr später gelang mit Rang drei der nächste Schritt. Damit verbunden war der Aufstieg in die Westliga und die Rückkehr in die dritthöchste Spielklasse Österreichs. Für den Klub war es ein sportlicher Meilenstein, der die vergangenen Jahre geprägt hat.

In dieser Saison wurde die Aufgabe allerdings deutlich schwieriger. Wolfurt kämpft mit erheblichen personellen Sorgen, zugleich ist der Kader ohnehin dünn besetzt. Ausfälle wiegen dadurch besonders schwer, Möglichkeiten zum Nachjustieren sind begrenzt. Die Mannschaft musste zuletzt immer wieder mit einer angespannten Personalsituation umgehen.

Radisa Vucenovic (l.) mit Sportchef Markus Müller übernimmt interimistisch in Wolfurt. Verein FC Wolfurt
Radisa Vucenovic (l.) mit Sportchef Markus Müller übernimmt interimistisch in Wolfurt. Verein FC Wolfurt thomas Knobel

Nun übernimmt Vucenovic vorerst das Kommando. Der bisherige Co-Trainer kennt die Mannschaft aus nächster Nähe und soll am Samstag in Fügen die ersten Schritte in seiner neuen Rolle setzen.

Der Umbruch kommt in einer für den Verein besonderen Phase. 2027 feiert der Verein FC Wolfurt seinen 80. Geburtstag. Bis dahin will sich der Klub auch sportlich weiter etablieren. Der Aufstieg in die Westliga war ein wichtiger Teil dieser Entwicklung, nun steht nach dem Ende der Maccani-Ära die nächste Weichenstellung bevor.

60 Meisterschaftsspiele, 29 Siege und ein Aufstieg bleiben von seiner Amtszeit. Am Samstag aber zählt für Wolfurt nur der Blick nach vorne. In Fügen wartet die erste Partie unter neuer interimistischer Führung – und damit der Auftakt zu einem neuen Abschnitt. VN-TK