Spitzenreiter vor unangenehmer Prüfung: Euphorie trifft auf Widerstand

Rollen sind klar verteilt, doch der Tabellenstand allein entscheidet kein Spiel.
Hohenems Der VfB Hohenems geht mit breiter Brust in den neunten Spieltag der Regionalliga West. Sieben Siege aus acht Partien, 21 Punkte und ein Torverhältnis von 22:7 machen die Emser zum Tabellenführer. Am Sonntag um 15 Uhr soll diese starke Serie im Stadion Herrenried gegen den FC Kufstein fortgesetzt werden.
Trainer Werner Grabherr weiß jedoch, dass gerade solche Spiele ihre eigenen Tücken haben. Der Tabellenplatz des Gegners darf für den VfB keine Rolle spielen. „Wir sind gefordert, Kustein ist bissig und ein sehr unangenehmer Gegner. Wir wollen aber die Euphorie und Schwung mitnehmen und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen“, sagt Grabherr.

Hohenems hat sich in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Ausgangslage erarbeitet. Nur eine Niederlage steht nach acht Runden zu Buche, gleichzeitig beträgt der Vorsprung auf den zweitplatzierten FC Dornbirn nur einen Punkt. Deshalb zählt für die Emser jeder weitere Auftritt. Mit einem Heimsieg könnte die Mannschaft ihre Position an der Spitze weiter untermauern.

Eine wichtige Stärke des VfB ist dabei die Breite im Kader. Grabherr setzte in den ersten acht Meisterschaftsspielen bereits 18 verschiedene Feldspieler und zwei Torhüter ein. Diese personellen Möglichkeiten geben dem Trainer zahlreiche Optionen und sorgen dafür, dass Hohenems auch bei Veränderungen in der Startelf seine Linie beibehalten kann. Die Kadertiefe ist damit nicht nur eine statistische Randnotiz, sondern ein wichtiger Bestandteil des bisherigen Erfolgs.
Am Sonntag muss der VfB allerdings auf Jonas Weissenhofer verzichten. Der Verteidiger wurde für die Nationalmannschaft Liechtensteins einberufen und steht Grabherr deshalb nicht zur Verfügung. In der Defensive ist damit eine wichtige Personalie offen, die der Trainer mit den vorhandenen Alternativen auffangen muss.
Für Hohenems geht es vor allem darum, den eigenen Rhythmus beizubehalten. Die Mannschaft hat in den ersten acht Runden bewiesen, dass sie Spiele gewinnen kann, muss nun aber zeigen, dass sie auch mit der Favoritenrolle umgehen kann. Hohenems wieder mit Gruber, Nagler und Vater will das Spiel aktiv gestalten und sich nicht von der Tabellenkonstellation oder äußeren Erwartungen beeinflussen lassen. VN-TK


