Ex-Kapitän besiegelt Pioneers-Niederlage

Feldkirch gleicht zweimal aus, unterliegt den Haien aber mit 4:5.
Feldkirch Am Ende standen die Pioneers Vorarlberg auch im Westderby gegen Innsbruck mit leeren Händen da. Trotz eines beherzten Kampfes unterlagen die Feldkircher in der Heimstätte der Tiroler knapp mit 4:5. Es war für die Montfortstädter bereits die sechste Niederlage im sechsten Saisonspiel und die vierte Partie, die sie mit nur einem Treffer Unterschied verloren. „Das ist natürlich bitter, wir haben wieder so knapp verloren. Gut, dass wir nicht zu viel Zeit zum Nachdenken haben und das nächste Spiel schon auf uns wartet“, meinte Torhüter Alex Caffi nach der Schlusssirene. Am Freitag wartet auf Caffis Team das Heimspiel gegen Salzburg, das mit Tabellenrang 12 ebenfalls in der Krise steckt.
Weiße Weste in Unterzahl dahin
Die Vorzeichen standen denkbar ungünstig, denn die Gäste mussten verletzungsbedingt auf Kapitän Guus van Nes verzichten. Der Niederländer markierte mit fünf Saisontoren bislang fast die Hälfte aller PIV-Treffer.
Die Partie begann für die Feldkircher prompt mit einer kalten Dusche. Nach nicht einmal zwei Minuten fasste Nick Rock eine unglückliche Vier-Minuten-Strafe aus. Die Hausherren fackelten nicht lange und Joel Messner nutzte die Überzahl eiskalt zur Führung (2.). Damit büßten die Pioneers ihre weiße Weste als einziges Ligateam ohne Unterzahl-Gegentor ein. In der zwölften Minute entwischte Thomas Mader der PIV-Abwehr und bezwang Alex Caffi im langen Eck zum 2:0. Doch die Gäste zeigten Moral. Nur Sekunden nach Ablauf einer eigenen Überzahl zog Marcus Kallionkieli aus dem Bullykreis ab und traf per Handgelenksschuss genau ins lange Eck zum 1:2 (15.).
Ausgleich und erneute Hoffnung
Der Anschlusstreffer verlieh den Montfortstädtern frischen Mut. Kaum lief der Mittelabschnitt wieder, staubte Dominik Prodinger einen Rebound zum verdienten 2:2 ab (22.). Zwar erhöhten die Haie in der Folge die Schlagzahl und gingen durch Brad Davis nach einer Unachtsamkeit der PIV-Defensive wieder in Front (30.), doch die Feldkircher blieben auf Tuchfühlung.
Prodingers Forderung aus dem Pauseninterview nach mehr Abschlüssen löste Noah Serdachny exakt 30 Sekunden nach Wiederbeginn des Schlussdrittels ein. Nach Vorarbeit von Blake Murray versenkte der 23-Jährige den Puck im kurzen Eck zum 3:3. Es war bereits der vierte Saisontreffer für Serdachny.

Ex-Kapitän sorgt für Vorentscheidung
Die Tiroler antworteten jedoch postwendend und rissen das Momentum wieder an sich. In der 46. Minute brachte Lukas Bär die Gastgeber zum dritten Mal an diesem Abend in Führung. Als die Feldkircher in der Schlussphase wiederholt auf die Strafbank wanderten, schlug die Stunde eines alten Bekannten. Der ehemalige Feldkirch-Kapitän Kevin Macierzynski lenkte die Scheibe im Powerplay aus zentraler Position zum 3:5 in die Maschen (55.).
Der Treffer des wieder genesenen Jesse Seppälä, der eine Minute vor der Schlusssirene auf 4:5 verkürzte, kam schließlich zu spät, um die sechste Saisonniederlage im sechsten Anlauf noch abzuwenden.
