Über das Geheimnis purer Lebenskraft

Susanne Marosch präsentiert ihr neues Buch am kommenden Montag in Rankweil.
RANKWEIL Ein Buch über Krisen, Selbstbestimmung und innere Stärke, geschrieben von einer Frau, die seit 15 Jahren dafür kämpft, dass Leukämiekranke eine zweite Chance erhalten. Susanne Marosch, Obfrau des Vereins Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich, stellt am Montag, 5. Oktober, im Firmament in Rankweil ihr neues Werk „Erkenne deinen Auftrag – So fand ich das Geheimnis purer Lebenskraft“ vor. Der Erlös fließt zu hundert Prozent in die Arbeit des Vereins. Marosch, 1973 in Schruns geboren und im Montafon aufgewachsen, hat einen Lebenslauf, der nicht unbedingt auf soziales Unternehmertum hindeutet. Nach der Tourismusschule absolvierte sie die Polizeischule in Gisingen und versah anschließend Dienst als Polizistin in Bregenz. Später übernahm sie leitende Funktionen im Personalmanagement. Dass sie schließlich an die Spitze einer der wichtigsten Leukämiehilfe-Organisationen des Landes rückte, hat mit einer Familiengeschichte zu tun.

Gegründet wurde “Geben für Leben” 1999 von ihrer Mutter Herlinde Marosch gemeinsam mit Dagmar Ganahl und Melitta Mair. Anlass war die damals todkranke Nichte Herlinde Maroschs, für die sich nach langer Suche doch noch eine passende Stammzellspenderin fand. Aus Dankbarkeit wollten die drei Frauen anderen Betroffenen dieselbe Chance eröffnen. Als sich das Gründungstrio zurückzog, sprang die Tochter ein. „Es war das Lebenswerk meiner Mutter und ihrer Freundinnen, und es wäre schade gewesen, es einzustellen“, sagt Marosch über ihre Entscheidung im Jahr 2011. Unter ihrer Leitung wuchs der Verein weit über Vorarlberg hinaus. Sie baute eine eigene Spenderdatei auf, organisiert regelmäßig Typisierungsaktionen in ganz Österreich und arbeitet mit internationalen Stammzellspenderdateien zusammen. „Die Hilfe hört nicht vor dem Arlberg auf“, lautet ihr Credo, das schon vielen Erkrankten Hoffnung geschenkt hat. Für ihr Engagement wurde Marosch mit dem Dr.-Toni-und-Rosa-Russ-Preis ausgezeichnet.
Wann endet Fremdbestimmung?
In „Erkenne deinen Auftrag“ verbindet sie nun ihre persönliche Geschichte mit praxisnahen Impulsen. Die zentrale Frage stellt das Buch gleich selbst: Wann endet Fremdbestimmung? Die Antwort: in dem Moment, in dem man sich entscheidet, das Steuer des eigenen Lebens zu übernehmen. Maroschs Weg bis zum Aufbau der laut Buchankündigung größten Stammzell-Spenderdatei Österreichs dient dabei als Beleg für die Kraft radikaler Selbstbestimmung.
Mitautor ist Thomas W. Albrecht, Coach und Kommunikationsexperte. Der Absolvent der TU Wien war zunächst in leitenden Positionen eines Technologiekonzerns und in High-Tech-Start-ups tätig, ehe ihn eine prägende persönliche Erfahrung zu Fragen des gesellschaftlichen Wertewandels und der zwischenmenschlichen Kommunikation führte. Heute begleitet er Unternehmen zu einer Kommunikation mit mehr Menschlichkeit, Beziehung und Sinn – ganz nach seinem Motto „Wer Sinn gibt, führt!“. Gemeinsam bieten die beiden einen Werkzeugkasten für mehr Lebenskraft im Alltag.
Die Buchpräsentation findet am Montag, 5. Oktober, im Firmament, Römergrund 1, in Rankweil statt. Der Empfang beginnt um 18 Uhr, der offizielle Teil um 19 Uhr. Wer das Buch kauft, unterstützt damit direkt die Suche nach Stammzellspendern für Leukämiekranke.