Zweitjüngster Westliga-Coach vor Heimdebüt: Vucenovic will Wolfurt aufrichten

Interimstrainer übernimmt und steht gegen Röthis erstmals daheim an der Linie.
Wolfurt Mit 33 Jahren ist Radisa Vucenovic aktuell der zweitjüngste Trainer der Regionalliga West. Am Samstag wartet auf den neuen Interimscoach des FC Wolfurt eine besondere Premiere: Gegen den SC Röthis steht er um 16 Uhr am Sportplatz an der Ach erstmals als Verantwortlicher vor heimischem Publikum an der Seitenlinie.

Für Vucenovic ist die Aufgabe reizvoll, auch wenn die Ausgangslage beim Tabellenletzten alles andere als einfach ist. Wolfurt hat nach neun Spieltagen vier Punkte auf dem Konto und liegt damit auf dem 16. Platz. Röthis kommt mit zwölf Zählern an die Ach und steht auf Rang neun. Von diesen Zahlen will sich der neue Coach jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen.
“Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass sie mir das Vertrauen schenken. Ich freue mich auf die reizvolle Aufgabe, habe technisch gute Spieler im Kader”, sagt Vucenovic. Sein Ansatz ist klar: Die Mannschaft soll sich auf ihre vorhandenen Qualitäten konzentrieren und mit einer positiven Haltung in die kommenden Aufgaben gehen.

“Es gilt, nach vorne zu blicken und positiv zu bleiben, auch wenn die Ist-Situation für alles andere spricht. Ich hoffe auch, dass die Spieler sich auf ihre Stärken besinnen und daran glauben”, erklärt der 33-Jährige.

Die Erfahrung dafür bringt Vucenovic aus mehreren Stationen mit. Beim DSV arbeitete er ein Jahr als Co-Trainer mit Ellensohn, in Göfis folgten zwei Jahre mit Maccani. Zuletzt war er in Wolfurt ebenfalls gemeinsam mit Maccani als Co-Trainer tätig und sammelte dabei Erfahrungen in der Westliga. “Ich danke den Trainern, die mir viel beigebracht haben”, sagt Vucenovic über seine bisherigen Wegbegleiter.

Wolfurt will bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer keine Schnellschüsse machen. Vucenovic übernimmt vorübergehend und soll dem Team in dieser Phase neue Impulse geben. Das Heimspiel gegen Röthis ist dafür seine erste große Gelegenheit.
Umjenovic, Petrovic und Kalb fehlen, dafür kehren Brustolin und Mentin in das Aufgebot zurück. Röthis ist zudem für seine vielseitig einsetzbaren Spieler bekannt. Viele Akteure können mehrere Positionen übernehmen, was den Vorderländern zusätzliche taktische Möglichkeiten verschafft. Trainer Ali Özkan hat sehr gute Arbeit verrichtet. VN-TK