Sambatänzer wird zum neuen Jokerkönig: Doppelpack in sechs Minuten

Ein später Doppelschlag dreht das Derby und lässt den Tabellenführer jubeln.
Altach Der VfB Hohenems hat das Nachbarschaftsduell bei den SCR Altach Juniors mit 2:1 gewonnen und damit seine Tabellenführung in der Regionalliga West weiter ausgebaut. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger beträgt nun fünf Punkte. Für die Gastgeber setzte es dagegen den nächsten Rückschlag: Altach II wartet bereits seit sechs Spielen auf einen Sieg und rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Dabei schien im Stadion Schnabelholz lange alles auf einen Heimsieg hinauszulaufen. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Linus Winsauer die Altach Juniors in der 55. Minute mit 1:0 in Führung. Der ehemalige Hohenemser traf damit ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub. Die Gäste hatten zuvor allerdings bereits Pech gehabt. Marold traf nur die Torumrandung (30.), kurz vor dem Seitenwechsel scheiterte auch Ancevski am Aluminium (45.).

Die große Wende kam in der Schlussphase – und sie hatte vor allem einen Namen: Valdir. Hohenems-Trainer Werner Grabherr bewies einmal mehr sein glückliches Händchen und brachte den Brasilianer in der 65. Minute ins Spiel. Dann ging es Schlag auf Schlag. In der 76. Minute erzielte Valdir den Ausgleich, nur sechs Minuten später legte der Sambatänzer nach und schoss den Tabellenführer mit seinem zweiten Treffer zum 2:1. Aus einem drohenden Rückschlag wurde damit noch ein Derby-Sieg.

Valdir avanciert damit endgültig zum Jokerkönig im Herrenried. In dieser Saison kam der Angreifer bislang in acht Kurzeinsätzen auf insgesamt 161 Minuten. Dabei erzielte er nun sechs Tore. Das bedeutet im Schnitt einen Treffer alle 20 Minuten – eine beeindruckende Ausbeute. Nach seiner Knieoperation ist Valdir noch nicht vollständig fit, vor dem Tor beweist er allerdings bereits wieder die Qualitäten eines Goalgetters.

Bei den Altach Juniors feierte Paul Piffer ein Comeback. Der Torhüter stand nach mehr als einem Jahr erstmals wieder im Altacher Tor. Bei den beiden Treffern war Piffer chancenlos. Trainer Rene Fink setzte mit Rassa Rahmani, Erkin Yalcin und Henrique Bell drei Vollprofis ein, doch auch das reichte nicht für Zählbares.
Hohenems zeigte einmal mehr die große Qualität des Kaders. Auf der Ersatzbank warten zahlreiche starke Spieler auf ihre Chance. VN-TK