Elektrogeschichte am Puls der Zeit

Blick zurück nach vorn: Elektromuseum 2.0 in Vorarlberger Museumswelt eröffnet.
Frastanz Die Eröffnung des neu gestalteten Elektromuseums 2.0 und gleichzeitige Vernissage zur Ausstellung “Spectrum” mit eindrucksvollen, kunstvollen Werken von Martín Caldonazzi in der Vorarlberger Museumswelt versetzte die Museumsbesucher ins Staunen und spannte den Bogen von den Anfängen der Elektronik bis morgen.



Menschen hinter dem Museum
Als Moderatorin der feierlichen Eröffnungsfeier ließ Silvana Marte-Bastiani gezielt die Menschen zu Wort kommen, die bei der Entstehung des neuen Elektromuseums 2.0 wichtige Rollen spielten. “Museen bewahren Geschichte und machen sie erlebbar”, betonte Museumswelt-Präsident Manfred Morscher. Sein herzliches Dankeschön richtete sich besonders an die vielen Mithelfer, die das neue Museum in vier Jahren und tausenden Stunden ehrenamtlichen Einsatzes Wirklichkeit werden ließen. Alle ehrenamtlichen Mithelfer erhielten als Dankeschön ein kleines Präsent überreicht.

Bürgermeister Walter Gohm erinnerte an die Anfänge des Elektromuseums, die vor 28 Jahren im ehemaligen Betriebsgebäude von Ganahl gelegt wurden. Manfred Morscher leiste einen unschätzbar wichtigen Beitrag dafür, dass technisches Erbe erhalten bleibe. Nur wer die Vergangenheit kenne, könne in die Zukunft blicken. Die Vorarlberger Museumswelt und das neue Elektromuseum mit dem Bereich “Strom sichtbar machen” sei ein Ort, “an dem Vergangenheit und Zukunft zusammentreffen”. Landtagspräsident Harald Sonderegger richtete das Dankeschön des Landes Vorarlberg der Marktgemeinde Frastanz und allen ehrenamtlichen Mithelfern der Vorarlberger Museumswelt aus.


Auch Hermann Kronberger blickte erneut auf die Ursprünge des Museums zurück. Die Geburtsstunde des Elektromuseums war die Königswelle. Es ging dabei darum, ein historisches Kraftwerk von 1922 zu erhalten und ein industrielles Kulturgut nicht aufs Alteisen zu schieben. Dabei hätte dem heute pensionierten Mitarbeiter der E-Werke Frastanz Manfred Morscher das Herz geblutet, daher wurde neben der neuen Anlage kurzerhand ein Museum mit der alten Turbine errichtet. Die Initiative dazu ergriff der Museumsverein E-Werke Frastanz, welcher 1997 gegründet wurde. Schon 1998 öffnete das erste “Vorarlberger Elektromuseum”, das aber nach über einem Vierteljahrhundert museumspädagogisch nicht mehr zeitgemäß war.

Dokumentarfilmer und Kameramann Hannes Wiederin stellte einen neuen Bereich des Elektromuseums vor, in dem die Geschichte des Videofilmens bis hin zu den modernen GoPros und der ersten Drohne in Vorarlberg dokumentiert ist. “Wie können wir ein Thema in Szene setzen?” fragte Martin Caldonazzi, welcher die Vermittlung eine der wichtigsten Aufgaben moderner Museen nannte. Das Spektrum als Spannweite von Denken, Fühlen und Handeln erfahrbar machen, dafür steht auch das Farbspektrum in den dargestellten Bildern der Ausstellung “Spectrum”.

Heute umfasst die “Vorarlberger Museumswelt” auf 2.500 m² Ausstellungsfläche im früheren Betriebsgelände der Textilwerke Ganahl sieben Museen unter einem Dach. Selina Lins stellte den Verein der Freunde der Vorarlberger Museumswelt und seine Zielsetzungen vor und lud ein, sich den Freunden der Museumswelt anzuschließen.
Zahlreiche Eröffnungsgäste
Zu den vielen weiteren Eröffnungsgästen des neuen Elektromuseums 2.0 zählten Vizebürgermeisterin Michaela Gort, E-Werke-Geschäftsführer Rainer Hartmann, Illwerke-Vorstand Quido Salzmann und Illwerke-Kommunikationsleiter Andreas Neuhauser. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnungsfeier von Wolfgang Frank und Friends. HE




