Cup-Viertelfinale sorgt für heiße Diskussionen: Trainer kritisieren kurze Pause

Wenig Zeit zur Erholung vor dem Cup-Kracher: Der VFV erklärt die Terminwahl.
Hohenems Vier Halbfinaltickets, acht Mannschaften und ein Spieltermin, der für reichlich Gesprächsstoff sorgt. Das Viertelfinale des 51. Uniqa-VFV-Cups am Nationalfeiertag verspricht nicht nur sportliche Spannung. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die kurze Regenerationszeit zwischen den Meisterschaftsspielen am Samstag und den Cupduellen am Montag. Sechs der acht Viertelfinalisten haben weniger als 48 Stunden Pause. Lediglich der FC Dornbirn und die Altach Juniors haben jeweils knapp 65 Stunden Erholungszeit. Der Vorarlberger Fußballverband verweist allerdings darauf, dass die Terminplanung bereits seit Monaten bekannt ist.

“Dieser Cuptermin ist in der Sitzung aller Regionen schon im Mai von allen Vereinen akzeptiert worden und der Rahmenterminplan im Unterhaus wurde ohne Einwände zur Kenntnis genommen”, erklärt VFV-Geschäftsführer Horst Elsner gegenüber den “VN”. Für den Verband sprechen mehrere Gründe für die Austragung im Herbst. Einerseits sollen möglichst viele Cuprunden vor der Winterpause absolviert werden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen durch Spielerwechsel im Frühjahr zu vermeiden. Anfang Juni gibt es die Qualifikation des Westliga-Meisters für die 2. Liga und das frühe Saisonende.

Trotz dieser Argumente stößt die kurze Erholungszeit bei mehreren Trainern auf große Kritik. Hohenems-Coach Werner Grabherr hinterfragt den Zeitpunkt grundsätzlich. “Für mich ist es generell unverständlich, warum ein Viertelfinale im Oktober gespielt werden muss. Wir spielen im Frühjahr noch 13 Runden in der Meisterschaft.” Zwar hätten Hohenems und Rotenberg dieselben Voraussetzungen, doch die Belastung sei beträchtlich. “Es ist gesundheitlich im Amateurbereich nicht zu verantworten.” Bis Jahresende werde seine Mannschaft auf insgesamt 40 Pflichtspiele kommen.

Rotenberg-Trainer Mandy Eisbacher: “Es ist eine bodenlose Frechheit und ein Witz, zwei wichtige Spiele mit nicht einmal 48 Stunden Pause zu haben. Das geht einfach nicht.” Zudem verweist er auf den größeren Kader des Gegners und wünscht sich gleiche Voraussetzungen für alle Mannschaften.

Besonders unterschiedlich ist die Ausgangslage im Regionalliga-West-Duell zwischen Röthis und Dornbirn. Während Dornbirn bereits am Freitag um 19 Uhr in der Meisterschaft spielt, muss Röthis (ohne Flutlicht) am Samstag um 14 Uhr antreten. Röthis-Trainer Ali Özkan warnt: “Wer Leistung fordert, muss auch Regeneration ermöglichen. Die Gesundheit ist in Gefahr und auch das Verletzungsrisiko ist speziell am zweiten Tag enorm hoch. Es ist fahrlässig, zwei Spiele, wo es um so viel geht, in zwei Tagen anzusetzen.” Dornbirn-Coach Roman Ellensohn betont: “Es braucht mindestens zwei Tage, um die Gesundheit der Amateurspieler zu schützen.”

Feldkirch-Trainer Oliver Schnellrieder: “Was Dümmeres gibt es nicht, solch einen Termin zu machen.”

Auch Fußach und Großwalsertal sind gefordert. Beide Vorarlbergligisten bestreiten am Samstag ihre Meisterschaftsspiele und stehen sich bereits am Montag um 10:30 Uhr im Stadion Müß gegenüber. VN-TK