Eine Messe als Zeichen der Liebe

Der Gesangverein Harmonie Götzis führte am Weltmissionssonntag in Meiningen die Missa BonAventura auf.
Meiningen Auf Einladung der Pfarre Meiningen gastierte der Gesangverein Harmonie Götzis am Weltmissionssonntag, dem 18. Oktober, in der Pfarrkirche Meiningen. Der Chor führte die Missa BonAventura von Thomas Thurnher auf.
Der Chorleiter komponierte die lateinische Messe 2024 anlässlich der Silberhochzeit mit seiner Frau Carina. Das Paar hatte am 15. Juli, dem Gedenktag des heiligen Bonaventura, geheiratet. Da sich „Bonaventura“ auch mit „guter Weg“ oder „gutes Schicksal“ übersetzen lässt, wählte Thurnher diesen Namen für sein Werk. Der heilige Bonaventura war ein bedeutender Prediger und Philosoph des Franziskanerordens, den er 17 Jahre lang bis zu seinem Tod leitete.
Die klangvolle Missa BonAventura ist für einen dreistimmigen Chor geschrieben. Christian Lebar begleitete die Aufführung an der Orgel. Passend zum Weltmissionssonntag erklang bei der Gabenbereitung das Kirchenlied „Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht“.
Auch Vikar Edwin Matt griff in seiner Predigt die christliche Mission des Teilens und Gebens im Sinne des Evangeliums auf. Im Mittelpunkt der Spendenaktion zum 100. Weltmissionssonntag stand diesmal die Not in Äthiopien.
Nach der Kommunion sang der Gesangverein Harmonie aus aktuellem Anlass das altrussische Friedenslied „Tebe poem“ von Dmitri Bortnjanski. Der Komponist hatte ukrainische Wurzeln und lebte um 1800 in St. Petersburg.

Alljährliche Spendenaktion „Kartoffeltag“
Nach dem Gottesdienst traf sich die Gemeinde im Schulsaal. Dabei konnten Produkte aus der Dritten Welt erworben und heiße Kartoffeln sowie Käsespezialitäten genossen werden. Lisilis Biohof, Edgar Güfel sowie Käse Moosbrugger steuerten die Lebensmittel Großteils kostenlos bei.
Die freiwilligen Spenden aus dieser Aktion kommen in diesem Jahr Menschen mit Behinderung in Brasilien zugute. Organisiert wurde die Veranstaltung vom örtlichen Pfarrgemeinderat unter der Leitung von Stefan Böhler. Seitens des PGR zeigten sich außerdem Andrea Schwendinger, Verena Gohm und Stefanie Konle engagiert. Nicht fehlen durfte auch Werner Pümpel. Er hatte im Jahr 1987 gemeinsam mit seiner Frau Milli und Martha Kühne den Missionskreis Meiningen ins Leben gerufen, dessen Arbeit nun im Pfarrgemeinderat ihre Fortsetzung findet. ALO