Nach 542 Minuten ohne Gegentor: Altach schlägt in letzter Sekunde zu

Sport / 24.10.2026 • 22:39 Uhr
Nayana Ebersold traf in der Nachspielzeit für Altach beim Meister Austria Wien. VN-PAULITSCH
Nayana Ebersold traf in der Nachspielzeit für Altach beim Meister Austria Wien. VN-PAULITSCH thomas Knobel

Ebersolds Traumtor in der Nachspielzeit rettet ein 1:1 beim Meister Austria Wien.

Altach Was für ein Finish, was für ein Jubel beim SCR Altach! Als Austria Wien bereits wie der sichere Sieger aussah, sorgte Nayana Ebersold für einen echten Gänsehautmoment. Die Schweizerin zirkelte den Ball in der 92. Minute aus gut 20 Metern mit einem traumhaften Schlenzer zum 1:1 ins Netz. Damit bescherte sie den Rheindörflerinnen nicht nur einen überraschenden Punktgewinn beim amtierenden Meister, sondern beendete auch eine beeindruckende Serie: Austria-Torfrau Jasmin Pal war zuvor 542 Minuten ohne Gegentreffer geblieben.

Für Ebersold war es der dritte Saisontreffer – und zweifellos ihr bislang Wichtigster. Der späte Ausgleich war die Belohnung für einen beherzten Auftritt der Altacherinnen, die dem Champions-League-Teilnehmer über weite Strecken das Leben schwer machten.

Dabei begann die Partie für die Gäste alles andere als erfreulich. Bereits nach 24 Minuten musste Petra Mikulica, die beste Torschützin der ÖFB Frauen-Bundesliga, mit einer Wadenprellung verletzt vom Platz. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: Lotta Cordes brachte die Wienerinnen per Kopf mit 1:0 in Führung.

Doch Altach ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Die Mannschaft von Trainer Leandro Simonelli blieb ihrem Matchplan treu, verteidigte diszipliniert und machte dem Favoriten mit konsequenter Raumaufteilung das Leben schwer. Der Lohn folgte in einer dramatischen Schlussphase.

„Der sehr späte Ausgleichstreffer war die große Belohnung einer Energieleistung meiner Mannschaft“, freute sich Simonelli. Besonders die taktische Disziplin seiner Spielerinnen beeindruckte den Coach. „Der Matchplan wurde bravourös umgesetzt und wir haben den Wienerinnen wenig Räume gegeben und wenig Möglichkeiten.“ Sein zufriedenes Fazit: „Beim Meister auswärts einen Punkt zu holen ist immer was sehr Erfreuliches.“

Eine gelungene Premiere feierte zudem Salome Stampfli. Die Verteidigerin rückte für die verletzte Michaela Walter erstmals in die Startelf und hinterließ auf der rechten Abwehrseite einen überzeugenden Eindruck.

Trotz dem Punkt fiel Altach in der Tabelle auf Rang fünf zurück. Zwei Zähler fehlen auf den neuen Vierten Salzburg. Mit dem Heimspiel gegen St. Pölten wartet die nächste Herausforderung. VN-TK