Kopfstoß-Wirbel bei Lochau-Pleite: Nur Gelb statt Rot sorgt für Ärger

Lochau hadert mit Schiri, Wolfurt holt Hoffnungspunkt, Lustenau geht unter.
Lochau Ein Kopfstoß, nur Gelb statt Rot und eine bittere Niederlage trotz langer Überzahl! Das 0:3 des SV Lochau beim FC Kitzbühel sorgte in der Regionalliga West für reichlich Gesprächsstoff. Während die Leiblachtaler mit einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung haderten, beendete Schlusslicht Wolfurt beim 1:1 in Kufstein seine elf Spiele dauernde Punktlosserie. Für den FC Lustenau setzte es beim 0:6 in Schwaz hingegen das nächste Debakel.
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Besonders brisant verlief die Partie in Kitzbühel. Bereits nach 16 Minuten sah Heimspieler Petar Vidas wegen Torraubs die Rote Karte. Doch selbst mit einem Mann mehr fand Lochau ohne die Brüder Prantl kein Mittel gegen die Tiroler. Stradins traf in der 12. und 42. Minute, Weitlaner besiegelte in der 66. Minute die 0:3-Pleite. Für Aufregung sorgte eine Szene nach einer Stunde: Ein Kitzbüheler hat Lochau-Torjäger Tarkan Parlak einen Kopfstoß versetzt. Der Unparteiische beließ es bei Gelb. Bei einem Ausschluss hätten die Leiblachtaler die letzte halbe Stunde sogar mit zwei Spielern mehr bestreiten können. Zusätzliche Besonderheit: Ein erst 14-jähriger Schiedsrichterassistent stand an der Seitenlinie.

Zumindest ein kleines Lebenszeichen gab es vom FC Wolfurt. Nach elf Niederlagen in Serie erkämpfte sich das Schlusslicht beim FC Kufstein ein 1:1. Der Punkt könnte im Kampf um den Klassenerhalt noch wertvoll werden und vor allem Selbstvertrauen für die beiden verbleibenden Herbstspiele geben. Entscheidenden Anteil hatte Co-Trainer Stefan Umjenovic, der sich in seiner neuen Rolle als Sechser sichtlich wohlfühlt. Der Linksfuß zirkelte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen traumhaften Freistoß ins rechte Kreuzeck und egalisierte damit Jouinis Führung aus der 43. Minute. Trotz sechs Ausfällen durfte Trainer Radisa Vucenovic aufatmen. Erfreulich war zudem das Startelfdebüt des erst 18-jährigen Eigenbauspielers Luca Kessler.
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Völlig chancenlos blieb hingegen der FC Lustenau. Für den ältesten Fußballklub Vorarlbergs war es bereits die zweite 0:6-Abfuhr dieser Saison. In Imst kassierte Lustenau schon ein 2:7-Debakel. Während Wolfurt wieder einen Hoffnungsschimmer erkennen lässt, bleiben Lochau und Lustenau im puren Abstiegskampf. VN-TK