Stella öffnet ihre Klassenzimmer

Kultur / 08.11.2026 • 13:44 Uhr
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Am 11. November lädt die Stella Musikhochschule zum Abend der offenen Tür. Victor Marin

Der Abend der offenen Tür findet am Mittwoch, 11. November ab 17 Uhr statt.

FELDKIRCH Wer mit dem Gedanken spielt, die Musik zum Beruf zu machen, hat meist noch mehr Fragen als Antworten. Welcher Studiengang passt zu mir? Wie läuft die Bewerbung ab? Und kann man von der Musik überhaupt leben? Antworten aus erster Hand gibt es am Mittwoch, 11. November, an der Stella Musikhochschule. Beim Abend der offenen Tür stellt die Hochschule ihr Angebot für Studierende ebenso vor wie jenes für musikbegabte Schülerinnen und Schüler. Los geht es um 17 Uhr mit einer Studieninformation zu den Bachelor- und Masterstudiengängen. Interessierte erfahren dabei alles Wissenswerte über Anforderungen, Bewerbungsverfahren und Lehrinhalte. So unterschiedlich die einzelnen Studienrichtungen ausgerichtet sind, eines verbindet sie: Im Zentrum steht stets die professionelle Ausbildung am Instrument oder im Gesang.

Fragen direkt an die Lehrenden

Um 18 Uhr beginnt der wohl persönlichste Teil des Abends. Die Lehrenden öffnen ihre Klassenzimmer und laden Studieninteressierte, gerne auch in Begleitung ihrer Eltern, zum Gespräch. Wie sieht der Studienalltag konkret aus? Welche Berufswege stehen nach dem Abschluss offen? Und wie steht es tatsächlich um die Karrierechancen als Musikerin oder Musiker? Solche Fragen lassen sich hier direkt mit renommierten Professorinnen und Professoren klären, und manch einer kann sich danach den eigenen Werdegang wohl etwas besser vorstellen. Ebenfalls um 18 Uhr findet ein Informationsabend zum Musikgymnasium statt, der sich an jüngere Talente und ihre Familien richtet.

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Nicht jede Musikerlaufbahn führt ausschließlich auf die große Bühne. Wer selbst unterrichten möchte, hat derzeit gute Karten, und das gleich in zweierlei Hinsicht. Dank der engen Zusammenarbeit der Stella mit den regionalen Musikschulen sammeln angehende Musikpädagoginnen und Musikpädagogen schon während des Studiums wertvolle Unterrichtspraxis. Davon profitieren beide Seiten: Die Studierenden gewinnen Erfahrung, die Musikschulen qualifizierten Nachwuchs, den sie angesichts des wachsenden Bedarfs an Lehrenden dringend brauchen. Die Jobchancen in diesem Bereich stehen dementsprechend gut.

Sinfonisch in die Weihnachtszeit

Was an der Hochschule erarbeitet wird, ist auch auf dem Konzertpodium zu erleben. Am Sonntag, 20. Dezember, lädt das Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Benjamin Lack um 10.30 Uhr zur „Sinfonischen Weihnacht“ in den Festsaal der Stella. Herzstück des Programms ist Johannes Brahms’ Violinkonzert D-Dur op. 77, das er 1878 für den befreundeten Geiger Joseph Joachim schrieb. Das Werk zählt bis heute zu den Prüfsteinen der Violinliteratur, Solistin ist Maja Willi. Mit Herbert Willis „Celebrate | Liebesfest“ für Streichorchester kommt ein Vorarlberger Komponist zu Wort: Der 1956 in Bludenz geborene Willi lebt in St. Anton im Montafon, war 1992 Composer in Residence der Salzburger Festspiele und schrieb mit „Schlafes Bruder“ eine Oper für das Opernhaus Zürich. Um die Liebe dreht sich auch das Finale: Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Fantasieouvertüre „Romeo und Julia“ in h-Moll übersetzt Shakespeares Tragödie in leidenschaftliche Musik.