Bau des ASZ Vorderland ist auf der Zielgeraden

Regionalumfrage / 13.11.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Gemeinschaftsprojekt der Regio Vorderland vor Fertigstellung. VN-Regionalumfrage zeigt breite Unterstützung.

Sulz Seit Herbst 2018 wird im Industriegebiet von Sulz am neuen Altstoffsammelzentrum gearbeitet. Anfang des kommenden Jahres soll der Probebetrieb starten. Planmäßig laufen die Arbeiten am ASZ Vorderland, so konnten in den vergangenen Wochen die Asphaltierungsarbeiten rund um das neue Sammelzentrum erfolgen. In den kommenden Wochen werden die technischen Einrichtungen wie Wiegeanlage, Kassaautomaten und Schrankenanlagen installiert und zum Beginn des neuen Jahres sollte der Probebetrieb für die 45 Sammelfraktionen gestartet werden, der Vollbetrieb ist dann ab Frühjahr 2020 vorgesehen. In der Zwischenzeit wurde auch die Betriebskooperation mit dem ASZ Feldkirch unter Dach und Fach gebracht. Als Ergebnis wird das ASZ Vorderland künftig von der Stadt Feldkirch gemeinsam mit dem 2014 eröffneten ASZ Feldkirch betrieben werden. Die VN berichtete.

Nach Fertigstellung wird den rund 30.000 Einwohnern der beteiligten Gemeinden ein hochmodernes Altstoffsammelzentrum als Service-Einrichtung zur Verfügung stehen. Die große Anzahl an verschiedenen Abfallarten ermöglicht eine weitestgehend sortenreine Entsorgung. Das Sammelzentrum wird voraussichtlich an vier Tagen pro Woche geöffnet sein, inklusive Freitagnachmittag und Samstagvormittag. Beim ASZ können alle gefährlichen und ungefährlichen Siedlungsabfälle wie Altstoffe, Verpackungsabfälle, Problemstoffe, Altholz, Sperrmüll, Alteisen, Bauschutt, Elektrogeräte, Grünschnitt usw. abgegeben werden.

VN-Regionalumfrage zeigt Zustimmung

Im Rahmen der großen VN-Regionalumfrage fragen wir die Meinung der Bevölkerung zum Projekt ab. Sowohl im Vorderland (85 Prozent) als auch in Rankweil (72 Prozent) ist die große Mehrheit der Überzeugung, dass die zentrale Abgabestelle für die Region wichtig ist. In Wortmeldungen betonen aber auch einige Bürger, dass sie sich weiterhin Möglichkeiten zur Abgabe im eigenen Ort wünschen.

Die Regio Vorderland-Feldkirch nimmt aus dem Großprojekt wichtige Erfahrungen mit. „Das ASZ Vorderland inklusive der Betriebskooperation mit Feldkirch war und ist ein größeres Unterfangen, als es auf den ersten Blick erscheinen mag“, betont Regio-Geschäftsführer Christoph Kirchengast. Immerhin müssen viele Akteure eingebunden werden. Es sei aber auch ermutigend: „Mit einem gemeinsamen Ziel, der nötigen Beharrlichkeit und Agilität in der Projektentwicklung ist vieles möglich, so manchen Unkenrufen und Widrigkeiten zum Trotz.“

Mit einem gemeinsamen Ziel, der nötigen Beharrlichkeit und Agilität in der Projektentwicklung ist vieles möglich.

Christoph Kirchengast, GF Regio Vorderland-Feldkirch

Es wird nicht die letzte regionale Kooperation im Vorderland bleiben, blickt Kirchengast in die Zukunft: „Die Regio Vorderland-Feldkirch arbeitet derzeit an der Erstellung eines regionalen räumlichen Entwicklungskonzepts.“ Auch wenn dieser Prozess die nächsten Jahre prägen werde, stehen weitere Projekte an. Ein ergebnisoffener Planungsprozess für ein regionales Bauamt soll noch diesen Monat starten. „Als weitere Schwerpunktthemen stehen die Digitalisierung und Sozialraumplanung auf der Agenda“, kündigt der Regio-Manager weitere Initiativen an. VN-GMS, MIMA