“Ich kam gerade vom Keller hoch, da standen zwei Beamte mit Maschinenpistole” – So erlebten Anrainer den Cobra-Einsatz in Dornbirn

Gewalt und Verbrechen / 10.02.2026 • 12:47 Uhr
"Ich kam gerade vom Keller hoch, da standen zwei Beamte mit Maschinenpistole" – So erlebten Anrainer den Cobra-Einsatz in Dornbirn
Wilfried Grass war gerade im Keller, als die Polizei anrückte.VN

Die Polizei suchte etwas über eine Stunde einen Wohnblock nach einer bewaffneten Person ab. Das sagen Bewohner über den Einsatz.

Dornbirn “Ich kam gerade vom Keller hoch, da standen die beiden Beamten mit Pistole und Maschinenpistole”, erinnert sich Wilfried Grass an den gestrigen Montagabend. Auf der Straße vor dem Haus sah er etwa fünf Polizeifahrzeuge, vor ihm die schwer gerüsteten Beamten in Schutzweste und mit gezogenen Schusswaffen. Kein alltäglicher Anblick für den 75-Jährigen.

Im Polizeibus zum Warten

“Sie haben mir erklärt, was ihnen gemeldet wurde und dass jemand zu unserem Wohnblock geflohen sei”, wurde Grass von den Beamten informiert. Ein Zeuge hatte gegen 17.45 Uhr beobachtet, wie ein älterer Mann auf der Badgasse mutmaßlich von einer unbekannten, vermummten Person scheinbar unter Vorhalt einer Schusswaffe begleitet worden sein soll. Grass hatte nichts dergleichen wahrgenommen, händigte den Beamten aber seine Schlüssel aus. “Mit denen kann man die Türen etwa zum Keller und der Tiefgarage öffnen, damit sie diese durchsuchen können”, erklärt der Senior.

"Ich kam gerade vom Keller hoch, da standen zwei Beamte mit Maschinenpistole" – So erlebten Anrainer den Cobra-Einsatz in Dornbirn
Der Wohnblock in der Badgasse in Dornbirn.VN

Er selbst wurde von den Beamten währenddessen zu einem der Polizei-Transporter gebracht. “Sie ließen die Standheizung laufen und gaben mir ein Handy, damit ich meiner Frau oben Bescheid geben kann”, sei man ihm gegenüber sehr aufmerksam gewesen. Während die Beamten der Polizei und Cobra das Haus nach dem vermeintlichen Waffenträger durchsuchten, musste er draußen warten.

Lob für die Beamten

Andere Hausbewohner nahmen ebenfalls nichts von der angezeigten Tat wahr. Ein anderer Pensionist berichtet, dass er während des laufenden Einsatzes nach Hause kam. Da er den Wohnblock ebenfalls nicht betreten durfte, konnte er den Einsatz aus sicherer Entfernung vom Gehweg aus beobachten. Eine Nachbarin kam kurz zuvor nach Hause. “Man fragte mich, ob alles in Ordnung bei mir ist”, berichtet sie von einem höflichen Umgangston.

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“Ich kann nur ein Lob aussprechen”, betont auch Grass. Man müsse ja froh sein, dass die Polizei solche Hinweise ernst nimmt und entsprechend reagiere und agiere. Natürlich sei man etwas beeindruckt, wenn die Polizei mit Schnellfeuerwaffen vor einem steht, aber geschockt fühlt er sich nicht. Insgesamt hat er den Einsatz positiv wahrgenommen. “Von dem her, Hut ab”, betont der Dornbirner.

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