Rechte Vermessungsbefugter

Eigentum / 23.03.2017 • 10:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Vermessungsbefugnisse sind rechtlich klar definiert. Foto: Shutterstock
Die Vermessungsbefugnisse sind rechtlich klar definiert. Foto: Shutterstock

Kompetenz. Das Vermessungsgesetz nennt den Kreis der Vermessungs- befugten und regelt ihre Befugnisse.

Neben den Vermessungsbehörden selbst sind:

– Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen

– Dienststellen des Bundes oder der Länder, die innerhalb ihres Wirkungsbereiches über entsprechend qualifizierte Bedienstete verfügen sowie

– Agrarbehörden innerhalb ihres Wirkungsbereiches allein befugt

– Grenzzeichen (Grenzsteine, Grenzmarken etc.) anzubringen und

– Planurkunden für Zwecke grundbücherlicher Teilungen, Umwandlungen in den Grenzkataster und zur Aktualisierung des Katasters (Mappenberichtigungspläne, Änderungen der Benützungsarten, Flächenbestimmungen) zu verfassen.

Betreten erlaubt

Bei der Durchführung ihrer vermessungstechnischen Tätigkeiten ist es den Vermessungsbefugten ausdrücklich gestattet, fremde Grundstücke (mit Ausnahme der Gebäude) zu betreten und befahren und Vermessungszeichen zu setzen. Im Hinblick auf das hohe Rechtsgut von Eigentum an Grund und Boden ist jede katastertechnische Vermessung Ämtern und Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen als Personen öffentlichen Glaubens vorbehalten, um die notwendige Objektivität, Qualifikation und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Da Ämter nur im eigenen Wirkungskreis tätig werden dürfen, sind somit Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen als einzige befugt, solche Arbeiten im privaten Auftrag durchzuführen. Demgemäß sind andere Personen oder Unternehmen – wie etwa Baufirmen, Baumeister, Technische Büros, Ziviltechniker anderer Befugnisse – zur Übernahme und Durchführung katastertechnischer Arbeiten vor allem zum Setzen von Grenzvermarkungen und Erstellen der einschlägigen Pläne nicht berechtigt.

Weitere Infos auf
www.ris.bka.gv.at