Wenn sich die Wege trennen

15.02.2018 • 07:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Luka Brajkovic, geb. 1999, lebt in Feldkirch, im Basketball-Nationalteamkader; Lorenz Gerstendörfer, geb. 1998, lebt, studiert und spielt in Wien.

19 Monate sind ins Land gezogen, seit Luka Brajkovic und Lorenz Gerstendörfer bei der U-19-Basketball-EM spielten. Seither hat sich der sportliche Weg getrennt, wenngleich sie privat noch immer Kontakt pflegen. Der 2,06-m-große Brajkovic ist Stammspieler bei den Dornbirn Lions und steht nach bestandener Matura auf dem Sprung zu einem US-College-Team. Im Gespräch sind Stanford, Purdue oder Davidson. Darauf ausgerichtet ist sind auch seine täglichen Extra-Trainingseinheiten mit eigenem Athletiktrainer oder den Lions-Legionären. Mit den Vorschusslorbeeren, seine Person betreffend, kann der 18-Jährige gut umgehen. „Es ist cool und motiviert. Aber ich bin vorsichtig, denn bislang habe ich noch gar nichts erreicht.“ Stimmt nicht ganz, denn im Februar ist er erstmals im Herren-Aufgebot für ein Trainingslager.

Der Weg von Brajkovic weist also steil nach oben, jener von Gerstendörfer wurde jäh gestoppt. Eine Lungenentzündung beim Rankweiler wurde nicht erkannt, sodass die Krankheit Auswirkungen auf die Herzmuskulatur hatte. „Es war eine schwierige Zeit“, sagt der 20-Jährige heute. Er fühlte sich isoliert, hatte fünf Monate Sportverbot und verlor den Anschluss. Gerstendörfer ging nach Wien, studiert nun Wirtschaftsrecht und spielt in der Landesliga.