Expertengruppe der Regierung für nachhaltige Finanzprodukte

Extra / 07.03.2019 • 08:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Finanzmarkt soll helfen, Klimaziele zu erreichen.

Der Finanzmarkt soll helfen, Klimaziele zu erreichen.

Finanz- und Umweltministerium haben gemeinsam eine ­Expertengruppe ins Leben gerufen, die über nachhaltige ­Finanzprodukte nachdenken soll.

Bis Jahresende soll sie Vorschläge vorlegen, wie privates Kapital für umweltrelevante Projekte aktiviert werden kann, sagten Finanzminister Hartwig Löger und Umweltministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP).

Klare Lösungsvorschläge

„Ich erwarte, dass wir bis Jahresende klare Maßnahmen, Definitionen, Lösungsvorschläge haben, die wir dann auch auf gesetzlicher Ebene umsetzen können“, umriss ­Löger das Ziel der Gruppe. Der Schwerpunkt liege darin, Geld aus der Privatwirtschaft zu aktivieren.

An der „Focusgruppe Green Finance“ nehmen neben Experten aus Finanz- und Umweltministerium auch Spitzenvertreter der Nationalbank, der Finanzmarktaufsicht, der Kontrollbank, der Bundesfinanzierungsagentur, der Wiener Börse, Banken, Versicherungen, anderen Wirtschaftsunternehmen wie etwa Verbund und ÖBB sowie aus der Wissenschaft teil. Ziel ist eine „Green Finance Agenda“.

Beitrag zum Klimaziel

Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass „der österreichische Finanzmarkt einen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Energieziele leisten kann“, denn öffentliche Mittel werden dazu nicht ausreichen, so Köstinger. In Europa seien 180 Mrd. Euro an zusätzlichen Investitionen nötig, um die Klimaziele zu erreichen, erinnerte sie.

Österreich liege jetzt schon in internationalen Rankings zur Nachhaltigkeit unter den bes­ten zehn, sagte Löger und zog eine Parallele zwischen der Focusgruppe und dem Fintech-Beirat, der von Löger im April des Vorjahres ins Leben ge­rufen wurde.