Markanter, prägnanter und pikanter

03.05.2019 • 08:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit eigenständigem Frontstyling macht sich der flott gewordene Kia Picanto in der Schar der Kleinwagen unverwechselbar auffällig.

Mit eigenständigem Frontstyling macht sich der flott gewordene
Kia Picanto in der Schar der Kleinwagen unverwechselbar auffällig.

Vom unauffälligen zum frechen Zwerg gewandelt hat sich der Kia Picanto. Man kann das Leichtgewicht nun auch in betont sportlicher Ausrichtung konfigurieren.

In seinem Herkunftsland heißt er „Morning“ (wie der Morgen), in Europa ist der Kia Picanto seit 2004 bekannt. Als er auf den hiesigen Märkten startete, schien er optisch gar nicht auffallen zu wollen: Der Kühlergrill war fast winzig, die Scheinwerferaugen glubschig, der Karosserieaufbau schnörkellos und simpel gehalten, dafür fünf-
türig, trotz seiner Kürze von nicht einmal ganz dreieinhalb Metern. Eine Modellpflege bescherte ihm 2007 eine zarte Designauffrischung. Dazu kam eine Technik-Adaptierung: Hatte er seinen Einstand zunächst mit Benzin- und Dieselantrieben geliefert, so wurde der Selbstzünder gleich wieder aussortiert.

Markanteres Design

Die zweite Generation ging der Picanto zehn Zentimeter länger und deutlich selbstbewusster gestylt an, für die Gestaltungsentwürfe zeichnete der renommierte Fahrzeug-Designer
Peter Schreyer verantwortlich. Das zeigte sich unter anderem in einer wesentlich prägnanteren Frontoptik. Zur Fünftür-Variante addierte Kia eine Dreitür-Version. Als Antriebe pflanzte man einen 1,0-Liter-Drei- und einen 1,2-Liter-Vierzylinderbenziner unter die Motorhaube. Die 67 beziehungsweise 85 PS Leistung wurden mit einem stufenlosen CVT-Getriebe kombiniert, woraus verhaltenes Antriebs-temperament resultierte. Nachgelegt haben die Kia-Entwickler aber bei der Komfort- und der Sicherheitsaus-
stattung.

Sportlicherer Auftritt

Mit dem Eintritt in die dritte Generation hat der frontgetriebene Klein-Südkoreaner zwar kaum an Dimensionen zugelegt, dafür deutlich an Selbst-
bewusstsein. Mit frecher und kecker Front- sowie Heckgestaltung, siehe das Designdetail „Tigernase“ – hat man ihm Unverwechselbarkeit zugestanden. Die hat dezidiert sportliche Züge. Nicht nur, was die Optik betrifft. Nach wie vor im Antriebsprogramm sind die beiden Benziner-Aggregate. Der Einliter hat je nach Konfiguration 67 oder – mit Turbo – stramme 100 PS, jeweils in Kombination mit fünfgängigem Handschaltgetriebe. Den 1,2-Liter mit 84 PS hat Kia mit einer vierstufigen Automatik zusammengespannt. Was sich im Vergleich zur CVT-Getriebeversion in doch spürbar temperamentvollerer Antriebsbereitschaft auswirkt. Die Länge: 3,595 bis 3,670 Meter. Der Kofferraum: 255 bis 1010 Liter. Das Gewicht: ab 860 Kilogramm.

Der Preis: ab 10.190 Euro. Das kostet der 1.0 MPI (Dreizylinderbenziner) mit 67 PS und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungs-stufe „Neon“.