Steirisch schnurrt die Säuselkatze

05.07.2019 • 07:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Jaguar i-Pace liefern zwei Elektromotoren eine Systemleistung von 400 PS. Laut WLTP-Prüfzyklus beträgt die Reichweite 480 Kilometer.

Im Jaguar i-Pace liefern zwei Elektromotoren eine Systemleistung von 400 PS. Laut WLTP-Prüfzyklus beträgt die Reichweite 480 Kilometer.

Der allererste Serienelektriker von
Jaguar folgt der Prämisse „Performance“-SUV. Der I-Pace kann Asphalt und Gelände, macht auch auf der Rennstrecke gute Figur.

Sportlich ist, erwartungsgemäß, das englische Edel-Label Jaguar ins Elektrozeitalter eingestiegen. Dem Trend entsprechend ist der I-Pace ein SUV, dem ebenso der „Performance“-Auftrag mitgegeben wurde wie seinen Verbrenner-Brüdern F- und E-Pace. Mit Letzterem hat der Elektriker etwas gemeinsam: Beide werden bei Magna Steyr in Graz gebaut. Demnach liegt im elektromotorischen Säuseln des
I-Pace etwas Steirisches. Das hat aber nicht nur mit seinem Geburtsort zu tun. Die österreichischen Fahrzeugtechnik-Spezialisten waren in die Entwicklung des Batteriestrom-Briten mit dem indischen Familienhintergrund (Tata) eingebunden.

Erfahrungen aus der Formel E

Über vier Jahre hinweg sind dabei Jaguars Aluminium- und Fahrdynamik-
Expertisen sowie die Erfahrungen aus der Elektro-WM (Formel E) eingeflossen. Pro Achse leistet ein Stromaggregat je 200 PS (Gesamtdrehmoment: 696 Nm). Mit variabler – heckbetonter – Antriebskraftverteilung ist permanenter Allradantrieb gegeben. Der 90-kWh-Akku sitzt schwerpunktsenkend im Wagenboden. Samt 50:50-Gewichtsverteilung sorgt er mit für die Balance. Die bedarfsgerechte Traktionszuteilung an beiden Achsen taugt auch für Offroad-Passagen. Aus der Konzern-Verwandtschaft mit Land
Rover stammen die entsprechenden Fahrprogramme, das Karosserie-
iveau kann um fünf Zentimeter angehoben werden, die Wattiefe beträgt
einen halben Meter.

Leistung à la Sportwagen

Jaguar bescheinigt dem I-Pace eine mögliche Reichweite von bis zu 480 Kilometern, errechnet nach dem neuen WLTP-Prüfverfahren. Der Strom-verbrauch ist mit 21,2 bis 24,2 kWh pro hundert Kilometer angegeben. Auskunft über den Energiestand gibt ein entsprechendes Instrumentarium im Cockpit. Das ist digital eingerichtet, mit einem konfigurierbaren TFT-Display hinter dem Lenkrad. Informations-
zentrale ist das von einer Handvoll Drehregler komplettierte duale Touchscreen-System, das im Konzernbruder Range Rover Velar debütiert hatte und à la Jaguar interpretiert ist. Dass ein komplettes Konvolut an Assistenz- und Infotainment-Elektronik samt Internetanschluss an Bord ist, versteht sich von selbst. Das Navigationssystem errechnet je nach Route den Verbrauch und damit die Erreichbarkeit des eingebenen Ziels. Den Null-auf-hundert-Sprint schüttelt der Elektro-Engländer in 4,8 Sekunden mühelos aus dem Ärmel. Mit 200 km/h ist die Top-Speed abgeregelt. Praktisch ist er auch: Ins Ladeabteil des Fünfsitzers passen 656 bis 1453 Liter Gepäck. Die Ladezeit beträgt je nach Stromanschluss zwischen 40 Minuten und dreizehn Stunden. Der Preis: ab 79.710 Euro in der Ausstattungsstufe „S“ (inklusive Akku).

Das Cockpit ist in Maßen futuristisch eingerichtet, der Umgang gibt keine kniffligen Rätsel auf.

Das Cockpit ist in Maßen futuristisch eingerichtet, der Umgang gibt keine kniffligen Rätsel auf.